: Sarah Siebers
: Undercover bei Projekt Cinderella
: Books on Demand
: 9783769344677
: 1
: CHF 3.00
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 218
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Nichts ist erstrebenswerter als die wahre Liebe - bei Projekt Cinderella kannst du sie finden! CC ist eine glückliche Singlefrau, doch in einer Gesellschaft, in der Verheiratete den Ton angeben, gehört sie zu Menschen zweiter Klasse. Der Preis einer Datingshow soll ihre Eintrittskarte in ein selbstbestimmtes Leben sein. Die Fünfundzwanzigjährige gehört zu den wenigen Auserwählten, die sich in einer romantischen Villa bis Mitternacht verlieben sollen. Wenn das nur so einfach wäre! Die Männer sind CC viel zu aufdringlich, die Konkurrentinnen zu hinterhältig und mit dem Flirten kommt sie kaum hinterher. Und dann ist da noch dieser äußerst nervige, viel zu perfekte Verehrer Erik, der ihr überall hinterherläuft. Dumm nur, dass gerade er dabei ist, als CC eine unerwartete Entdeckung macht: ein toter Kandidat im Bad. Bei einem frei herumlaufenden Mörder ist an Dating nicht mehr zu denken. CC und Erik nehmen im Geheimen die Ermittlungen auf und erfahren dabei Wahrheiten, die ihre Sicht auf Projekt Cinderella vollkommen verändern. Denn hier geht es ganz und gar nicht um die Liebe ...

Sarah Siebers, Jahrgang 1997, Autorin magischer Fantasyromane und humoristischer Kurzgeschichten, liebt es in Buchwelten abzutauchen. Ihre Romane handeln von magischen Augenblicken, dunklen Geheimnissen und Charakteren, die nichts lieber tun, als aus der Reihe zu tanzen. Neben dem Schreiben schlägt das Herz der Autorin fürs Reisen.

7 Uhr

„Willst du das da wirklich anziehen?“ Eine skeptisch dreinblickende, junge Frau schiebt sich in mein Blickfeld. Ihre voluminösen, roten Locken verdecken die Sicht auf mein Spiegelbild. Ich muss mich weit zur Seite lehnen, um mich wieder sehen zu können.

„Wir müssen den ganzen Tag in unseren Outfits durchhalten. Da wähle ich lieber etwas Bequemes, anstatt drei Lagen Tüll durchzuschwitzen.“ Schnaubend greife ich mir an den Ausschnitt und streiche die aufgestickten Blumen auf meiner Bluse glatt.

„Aber du trägst eineJogginghose.“ Ihre Stimme ist nicht mehr als ein heiseres Flüstern. Der rot angemalte Mund bleibt noch einen Moment lang offen, nachdem sie verklingt. Die rabenschwarzen Augenbrauen, die ihre weit aufgerissenen, grünbraunen Augen rahmen, wandern wenige Zentimeter in die Höhe.

„Das ist keine Jogginghose! Sie ist aus Stoff …“, kontere ich, während meine Finger nervös durch meine blonden Strähnen fahren.

„Aber dort ist ein Gummiband eingearbeitet, mit zwei grässlichen, heraushängenden Endkappen aus Plastik.“ Die Augenbrauen der Rothaarigen senken sich, meine schießen in die Höhe.Hat sie nichts Besseres zu tun, als mir meine Lieblingshose madig zu reden?

„Mir gefällt die Hose, also werde ich sie tragen“, entscheide ich bestimmt. Ich ziehe meine Finger aus dem Haar und greife nach einer Bürste, um die störenden Knoten darin zu lösen. Es ziept unangenehm, aber ich höre erst auf, als ich wieder eine halbwegs vorzeigbare Blondine im Spiegel sehe.

„Gut, wie du meinst.“ Meine Kritikerin wirft mir n