2. Als sie sich den Wanderern näherte, fiel Antonias Blick auf eine Frau, die zusammengesunken auf einem Felsen hockte und ihre Hände vors Gesicht geschlagen hatte. „Franzi?“, sie kniete sich auf die Erde und legte die Hände auf die Schultern der Wanderführerin Franziska Dahlke, mit der sie den Großteil ihrer Kindheit und Jugend verbracht hatte.
Diese hob ihr tränenüberströmtes Gesicht, über das ein erleichtertes Lächeln glitt. „Toni? Gut, dass du zuständig bist, es ist so schrecklich. Er hat mit seiner Familie in unserer Pension gewohnt. Hast du ihn …“
„Pscht, ganz ruhig, darüber reden wir später“, unterbrach die Kommissarin ihr Gestammel und fragte, „warum hast du mir nichts davon erzählt?“ Es sollte doch eine Selbstverständlichkeit sein, dass sie als Allererste von seinem überraschenden Auftauchen erfuhr – was konnte die Freundin davon abgehalten haben?
Während Franziska schluckte und sichtbar um Worte rang, beoba