: Karin Vollbracht
: Das Geheimnis der Lederrolle
: Books on Demand
: 9783769331387
: 1
: CHF 5.30
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 224
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die 15-jährige Nevia lebt in dem kleinen Städtchen Moradeno in Amerika. Als sie eines Tages bei ihrem Opa zwei alte, handgemalte Landkarten findet, kommt ihr die Idee, gemeinsam mit ihren Freunden auf Mopeds die Heimat zu erkunden. Ihre Freunde sind begeistert und schon bald geht's los. Obwohl sie nach den gefundenen Karten fahren, biegen sie einmal falsch ab und gelangen so in ein wunderschönes Tal. Von da an ist alles anders, denn es beginnt eine Zeit aufregender Abenteuer. Sie entdecken eine Höhle, im Tal existieren längst vergessene magische Kräfte, unheimliche Männer verfolgen sie und immer wieder kommen sie in Kontakt mit uralten Lederrollen, welche nur von echten Nachkommen der Chinapas geöffnet und gelesen werden können. Obendrein wird Nevia von Träumen begleitet, die oft Wirklichkeit werden ...

Karin Vollbracht wurde im Oktober 1954 geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in dem kleinen Bauerndorf Hemmighausen im waldeckischen Upland/Hessen. Geprägt durch den elterlichen Bauernhof mit Pension, folgte nach dem Besuch von Schule und Fachschule die Ausbildung zur Wirtschafterin. Nachdem sie ihren zukünftigen Ehemann kennengelernt hatte, entschieden sie sich für die Selbstständigkeit in der Hotellerie. So entstand ein familienfreundlicher Betrieb mit der Spezialisierung auf Eltern mit Kindern. Nach vier Jahrzehnten erfolgte die Übergabe an die nächste Generation. Bei mehreren Motorradtouren durch die USA entstand die Idee, für ihre Enkel und andere Kinder ab 10 Jahren ein Fantasiebuch zu schreiben. »Das Geheimnis der Lederrolle« ist ihr erster Roman.

DIE HÜTTE


Nevia, wo bist du?«, rief meine Mutter.

» Hier, in meinem Zimmer! «

»Ich stelle das Telefon nach oben, Jerom ist dran.«

Jerom? Ach je!, dachte ich erschrocken. Jeden Freitagnachmittag und jeden Samstag trafen wir uns mit Alina und Chitto in einer verlassenen, baufälligen Hütte. Sie stand einsam an einem kleinen Bach, kein anderes Haus weit und breit. Hier trafen wir uns schon seit vielen Jahren und schmiedeten Pläne.

»Hey Nevia, wo steckst du denn?«

» Oh Jerom, das tut mir furchtbar leid, ich habe wirklich nicht mehr dran gedacht. Ich beeile mich! «

» Ohne dich wollen wir noch nicht anfangen - und bring deine Gitarre mit!«

»Okay, ich bin schon unterwegs, bis gleich!«

Also nahm ich meine Gitarre und rannte eilig die Treppe hinunter.

» Mama, ich habe unser Treffen vergessen, bis nachher. «

Was meine Mutter noch gerufen hat, verstand ich nicht mehr. Wahrscheinlich sollte ich aufpassen, wie immer.

Ich setzte mich auf mein Moped und düste los, die Fahrt dauerte ungefähr fünfzehn Minuten. Die anderen Mopeds standen schon in Reih und Glied, als ich auf unserem Stellplatz ankam. Schnell parkte ich neben Alinas Moped. Das war mir ja noch