DIE HÜTTE
Nevia, wo bist du?«, rief meine Mutter.
» Hier, in meinem Zimmer! «
»Ich stelle das Telefon nach oben, Jerom ist dran.«
Jerom? Ach je!, dachte ich erschrocken. Jeden Freitagnachmittag und jeden Samstag trafen wir uns mit Alina und Chitto in einer verlassenen, baufälligen Hütte. Sie stand einsam an einem kleinen Bach, kein anderes Haus weit und breit. Hier trafen wir uns schon seit vielen Jahren und schmiedeten Pläne.
»Hey Nevia, wo steckst du denn?«
» Oh Jerom, das tut mir furchtbar leid, ich habe wirklich nicht mehr dran gedacht. Ich beeile mich! «
» Ohne dich wollen wir noch nicht anfangen - und bring deine Gitarre mit!«
»Okay, ich bin schon unterwegs, bis gleich!«
Also nahm ich meine Gitarre und rannte eilig die Treppe hinunter.
» Mama, ich habe unser Treffen vergessen, bis nachher. «
Was meine Mutter noch gerufen hat, verstand ich nicht mehr. Wahrscheinlich sollte ich aufpassen, wie immer.
Ich setzte mich auf mein Moped und düste los, die Fahrt dauerte ungefähr fünfzehn Minuten. Die anderen Mopeds standen schon in Reih und Glied, als ich auf unserem Stellplatz ankam. Schnell parkte ich neben Alinas Moped. Das war mir ja noch