Kapitel 1
Die Zugfahrt nach Bordeaux verging schneller, als Lieutenant Philippe Bayard zu hoffen gewagt hatte. Als er im Gare de l’Est in Paris in den TGV eingestiegen war, hatten noch zahlreiche wirre Gedanken über den letzten lebensgefährlichen, teils illegalen Ermittlungsfall seinen Kopf bevölkert, vor allem aber auch die Erlebnisse mit der Staatsanwältin Isabelle Monville, die es bis in die Klatschpresse geschafft hatten. Nun, als er in Westfrankreich ausstieg, hatten sich die dunklen Wolken in seinem Schädel verzogen.
Er war zu seiner Familie gefahren, umarmte und küsste Laure, drückte seinen Sohn, herzte seine Schwiegereltern, spielte mit dem Hofhund, räumte den Koffer aus und widmete sich dann ganz seiner Frau. Philippe hatte die gemeinsame Zeit mit Isabelle vergessen, als er mit Hugo im neu aufgebauten Pool hinter dem kleinen Château planschte. So viel Glück, wie er empfand, als er seinen Sohn mit den gelben Schwimmflügeln im Wasser paddeln sah, hatte er in Paris nie wahrgenommen. Der kleine Mann, der sich abmühte, mit dem Kopf über Wasser zu bleiben, sich trotzdem verschluckte, laut prustete und sich an seinem Rücken festhielt, war nun der schönste und wichtigste Mensch in seinem Leben. Für Hugo,