: Sunsunsun
: Alya flüstert mir auf Russisch süße Worte zu (Light Novel): Band 2
: JNC Nina
: 9783989618015
: 1
: CHF 7.10
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: Kinder- und Jugendbücher
: German
: 296
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Wer A sagt, muss auch B sagen. Nachdem der sonst so unmotivierte Masachika Kuze der schönen Alisa Michailowna Kujou seine Hilfe für ihre Kandidatur bei der Schülersprecherwahl angeboten hat, muss er auf seine großen Worte auch Taten folgen lassen. Doch sobald Masachika sich auch nur ansatzweise ernsthaft darum bemüht, ihren großen Traum zu verwirklichen, gerät Alisa völlig in Panik. Diese aktiviert in ihr einen unaufhaltsamen wie unvernünftigen Ehrgeiz, der sie zu den schönsten Dummheiten verleitet. Dabei ist es ganz und gar nicht hilfreich, dass Masachikas Schwester Yuki Suou der armen, emotional unbedarften Alisa ständig ein Beinchen stellt. Damit macht sie aber auch nicht vor ihrem Bruder halt, der immer wieder ihre gespielten (?) Avancen abwehren muss. Gefangen zwischen den Stühlen muss Masachika durch ein wahres Minenfeld manövrieren und nebenher selbst noch seine eigenen wahren Gefühle ergründen.

1. Kapitel: Na? Hast du es nun begriffen?


„Aaaah! Was war das denn?!“, zischte ein Schüler vor sich hin, der nachts noch allein durch die Straßen zog. Dabei handelte es sich allerdings um keine zwielichtige Gestalt, sondern niemand Geringeren als Kuze Masachika. Zuvor hatte er Alisa nach Hause gebracht.

„Was erzähle ich der eigentlich was von ‚Ich werde dich unterstützen‘ und ‚Sag nichts, sondern nimm einfach nur meine Hand‘? Was zum Geier habe ich mir dabei gedacht?! Am liebsten würde ich vor Scham tot umfallen! Widerlich! Cringe! Peinlich! Der größte Cringe ist aber gerade wohl mein verdammtes Selbstgespräch!“, sprudelte seine Reue und sein Selbsthass nur so aus ihm heraus.

Vorhin erst noch hatte sich Masachika von seiner männlichsten Seite gezeigt – ein höchst seltenes Phänomen. Seine Taten ließen ihn jedoch in ein tiefes Loch fallen. All die Worte, die er an Alisa gerichtet hatte, hallten in seinem Kopf wider. Dies weckte in ihm den Wunsch, am liebsten an Ort und Stelle im Erdboden versinken zu wollen.

„Alya ... Du hast mir definitiv deine Liebe gestanden ...“

Vor seinem inneren Auge sah er wieder die Allee vor der Schule und inmitten der Baumpracht ihr Lächeln, das wie eine Blume erblühte. Zudem erinnerte er sich an diese ach so zärtliche Berührung seiner Wange, bevor sie sich voneinander verabschiedeten. Beim Gedanken daran standen ihm die Nackenhaare zu Berge.

Bislang war Masachika fest davon überzeugt gewesen, dass Alisa ihm nur zum Spaß hin und wieder ein paar süße Wörter auf Russisch vorsäuselte. Allein für den Nervenkitzel und ihr persönliches Vergnügen sprach sie Unaussprechliches aus, weil sie davon ausging, dass Masachika kein Wort verstehen würde. Doch all die Zuneigung, die sie ihm heute geschenkt hatte, ließ sich nicht mehr in diese Schublade stecken. Das ließ den Schluss zu, dass Alisa ihre wahren Gefühle ausgesprochen hatte ...

„Äh, nein?“, leugnete er diese spekulative Erkenntnis geschwind.

Alya hatte bestimmt wie ich im Eifer des Gefechts einen Aussetzer. Ob sie wohl auch gerade wieder zu sich gekommen ist und sich vor Scham und Reue win