In einer ruhigen Wohngegend nannte die berüchtigte Shinonome-Gruppe ein weitläufiges Grundstück ihr Eigen. Dabei handelte es sich um eine Yakuza-Organisation von einer solchen Bekanntheit, dass niemand, der in dieser Welt verkehrte, ihren Namen nicht kannte.
Während andere Gruppen durch das Gesetz zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens geschwächt wurden, verdiente die Shinonome-Gruppe ihr Geld auf eine der Zeit angemessene Weise. Ihre Macht schien keine Grenzen zu kennen. Besonders seitdem Kengo, der Sohn des Gruppenbosses in zweiter Generation, Goro Shinonome, die Position des Unterbosses übernommen hatte, wuchs die Einflusssphäre der Organisation mit einer ungebremsten Dynamik.
Ursprünglich als Straßenhändler tätig, hatte die Shinonome-Gruppe immer noch eine tiefe Verbindung zu den lokalen Anwohnern. Dank ihrer strikten Ablehnung von Drogen und Waffenhandel, die unter ihrer strengen Aufsicht standen, blieb diese Gegend vor anderen Gruppen geschützt. Das machte sie für die Anwohner in gewisser Weise zu einer verlässlicheren Instanz als die Polizei.
Der zukünftige Boss der Shinonome-Gruppe, Kengo, war auch ein wahrer Frauenmagnet. Obwohl er nur 29 Jahre alt war, strahlte er eine Reife aus, die durch seinen stattlichen Körperbau unterstrichen wurde. Vor allem sein gut aussehendes Gesicht zog die Frauen an. Sein reifes Charisma, vermischt mit seiner Maskulinität, war so intensiv, dass gesagt wurde, ein Blick in seine Augen könnte schon ausreichen, um schwanger zu werden. Trotz seiner unnahbaren Aura, die ihn umgab, versammelten sich die Frauen stets um Kengo.
Mit einem scharfen Verstand, der auf das Geldverdienen ausgelegt war, und einer kühnen Handlungsbereitschaft schien Kengo nahezu tadellos zu sein. Doch auch dieser Mann hatte eine Schwachstelle.
Diese Schwachstelle war bekanntermaßen eine atemberaubende Schönheit und es gab niemanden in der Umgebung, der dies nicht wusste. Der Name dieser Schwachstelle war Sachi Amamiy