Im Jahr 2024
1
Bremen
Es war Frühling. Der Staub lag auf den zarten Zweigen der Sträucher. Die kühle Luft vertrieb die wenigen Sonnenstrahlen. Der Moment der Angst schien vergessen. Es war ein Fehler gewesen, mich erst jetzt meinem Gewissen zu stellen.
Die Gedanken aus einer vergangenen Zeit überschlugen sich. Der Weg war beschwerlich. Die innere Stimme rief nach Ordnung und lachte bei dem Vorhaben, zur Ruhe zu gelangen. Der Gesang meiner inneren Stimme klang, als würde ein Kind laut singen. Die Luft zum Atmen wurde weniger. „Halt, du Atem des Todes. Ich bin noch nicht bereit.“
In der Kirche angekommen, verlangte ich den Pfarrer zu sprechen, war bereit zum Beichten. Dem Seelsorger reichte ich mein Handgelenk und setzte mich auf das karge, harte, dunkle Brett im Beichtstuhl. Ich vernahm das Knacken an der Tür auf der anderen Seite. Meine Kehle war wie zugeschnürt. Das Sprechen eines jeden Worte