Robert hatte an einem kalten Februarabend ein paar Sachen in seinen Affen gepackt, die er für das Nötigste hielt, um einige Tage durch die verschneite Landschaft nach Westen zu gehen. Von Osten her kamen die Russen. Das wusste er, der Geschützdonner war bereits zu hören. Es würde nicht viel Zeit vergehen, bis sie mit der Artillerie in die Stadt schießen könnten. Seine Mutter war vor einigen Tagen zu ihrer Schwester nach Dresden zum fünfzigsten Geburtstag gefahren. Die Stadt hatte bisher noch keinen Bombenangriff erlebt. Sein Vater war irgendwo an der zurückweichenden Front, seine ältere Schwester Martha arbeitete im Sanitätswesen im Protektorat Böhmen und Mähren in Prag. Robert war Schüler des Gymnasiums in Bunzlau in der Prima und wollte eigentlich im nächsten Frühjahr sein Abitur machen.
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