: Lynn Painter
: Betting on you Roman
: Goldmann Verlag
: 9783641326692
: 1
: CHF 11.70
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: German
: 448
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Nach »Better than the Movies« die neue unwiderstehliche YA-Romance von SPIEGEL-Bestsellerautorin Lynn Painter.

Die 17-jährige Bailey ist alles andere als begeistert, als sie an ihrem ersten Arbeitstag im Wasserpark eines Hotels auf Charlie trifft. Sie hat keine guten Erinnerungen an ihre letzte Begegnung mit dem sarkastischen und unverschämt attraktiven Draufgänger kurz nach der Scheidung ihrer Eltern vor drei Jahren. Und noch immer könnten die sensible Bailey und Charlie unterschiedlicher nicht sein. So ist sie selbst überrascht, dass sie seine Gesellschaft jeden Tag mehr genießt. Denn langweilig wird es mit Charlie nie. Als er mit ihr wettet, dass Jungen und Mädchen niemals einfach nur Freunde sein können, geht sie darauf ein. Auf keinen Fall würde sie sich in ihn verlieben! Doch als Charlie ihr in einer Notsituation aus der Patsche hilft, droht Bailey nicht nur die Wette zu verlieren, sondern auch ihr Herz ...

Für alle, die diese Tropes lieben:
*Fake Dating*
*Forced Proximity*
*Friends to Lovers*
*Opposites attract*

Lynn Painter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Nebraska. Sie schreibt für denOmaha-World-Heraldu d ist ein Riesenfan von Mittagsschläfchen. Wenn sie an einem neuen Roman arbeitet, findet man sie oft eingenickt in ihrem Büro. Ihre Familie macht sich darüber lustig – sie empfindet es als ganz normalen Schreibprozess. Und heraus kommen dabei TikTok-Lieblinge sowie New-York-Times- und Spiegel-Bestseller wie »Mr Wrong Number«, »Love Game« und »Better than the Movies«.

1


Vor drei Jahren

Bailey

Das erste Mal begegnete ich Charlie am Flughafen von Fairbanks.

Mein Dad hatte sich eben verabschiedet, und ich versuchte krampfhaft, die aufsteigenden Tränen und dazugehörigen unschönen Gefühle runterzuschlucken. Ich war nämlich gerade dabei, mein ganzes bisheriges Leben und alles, was ich kannte, zurückzulassen und nach Nebraska zu fliegen, wo meine Mutter und ich ab demnächst wohnen würden, jetzt, wo die Trennung meiner Eltern amtlich war. Ich reckte das Kinn, bemüht, möglichsterwachsen zu wirken, wie ich so mit meinem rosaroten Rollköfferchen durch den Flughafen marschierte, musste aber hektisch blinzeln, um das tonnenschwere Heimweh nach dem Ort und den Erinnerungen, die ich hier zurückließ, nicht hochkommen zu lassen.

In der endlos langen Warteschlange vor der Sicherheitskontrolle, eingequetscht zwischen wildfremden Menschen und panisch vor Angst, mit meiner Zahnspange womöglich den Metalldetektor auszulösen, sah ich ihn zum ersten Mal.

Die Schlange rückte auf, aber ich konnte keinen Schritt weitergehen, weil das Pärchen vor mir wie wild knutschte. So richtig heftig. Es sah aus, als würden sie mit den Lippen aneinanderkleben und versuchen, sich irgendwie voneinander loszureißen, weswegen sie die Köpfe nach allen Seiten drehen mussten.

Oder sie wollten sich bloß gegenseitig auffressen.

Ich räusperte mich.

Nichts.

Ich räusperte mich noch mal.

Der Typ schlug die Augen auf – ich sah nur eins davon – und starrte mich unverhohlen an.Und knutschte dabei seelenruhig weiter. Und als wäre das noch nicht dreist genug, murmelte er mir, die Lippen immer noch fest auf ihre gepresst, aus dem Mundwinkel zu:»O Mann – was ist denn?«

Es klang wieomannwasn.

Und dann klappte er das Auge wieder zu, und das Geknutsche ging ungeniert weiter.

»Entschuldigung«, zischte ich mit zusammengebissenen Zähnen, »aber die Schlange. Die Schlange rückt auf.«

Das Auge ging wieder auf, und der Typ glotzte mich finster an. Dann löste er den Mund von ihrem und flüsterte seiner Freundin was zu, und schließlich rückten sie auf.Endlich. Ich hörte seine Freundin zwitschern, wie schrecklich sie ihn vermissen werde, und sah an seinem Profil, wie er sie schief angrinste und gar nichts sagte, während sie Hand in Hand ein paar Schritte vorwärts stolperten.

Was ich nicht kapierte, war, dass die beiden aussahen, als müssten sie ungefähr in meinem Alter sein.

Hallo?

Ich fing gerade mit der Highschool an. Leute in meinem Alter knutschten nicht in aller Öffentlichkeit rum; die durften ja nicht mal Auto fahren. Leuten in meinem Alter fehlte die nötige Dreistigkeit, einfach in der Warteschlange am Flughafenrumzumachen, aus Angst, irgendwie Ärger zu bekommen.

Also,wer waren diese unfassbar demonstrativen Rumknutschrebellen?

Das Mädchen trat aus der Warteschlange und winkte dem Typen zu, vermutlich froh, wieder ein bisschen Luft zu bekommen. Endlich durch die Kontrollen, sortierte ich schnell meinen Kram und schaute auf die Uhr an meinem Handy. Ich wollte an der Tür sein, sobald sie die Gangway aufmachten, ich musste also so schnell wie irgend möglich zum Gate. Rasch schlug ich eine