Wie gerädert erwachte Carrie am frühen Morgen der ersten Nacht in Northome. Erwartungsgemäß hatten sie auch in dieser Nacht wieder Albträume heimgesucht und sie aus dem Schlaf gerissen. Sie liefen immer gleich ab: Der Serienkiller lag auf ihrem gefesselten Körper, presste sich hart gegen ihre Knochen, sodass sie kaum atmen konnte. Dann vergewaltigte er sie. Dabei leckte er sich über seine gekreuzten Schneidezähne und sein Speichel tröpfelte auf ihre Haut. Ein übler Geruch nach Schweiß und altem Leder ließ sie würgen. Als er nach einem Hammer fasste, um ihn auf ihren Kopf niederfahren zu lassen, erwachte sie. Meist herzrasend und schweißgebadet mit dem Wissen, dass es nicht nur ein Traum gewesen war. Sie hatte nicht erwartet, dass eine Ortsveränderung ihre Albträume beendete. Die Stille der neuen Umgebung ließ sie Geräusche wahrnehmen, die ihr sonst nicht auffielen. Wie das Knarzen von Holz und das Heulen des Windes. Allein einer Bedrohung ausgesetzt zu sein, machte alles schwerer. Sie hatte sich gewünscht, dass ihre Mutter sie begleiten könnte, doch die US-Marshals lehnten ab. Eine weitere Person barg nur noch mehr Gefahr, den Standort zu verrate