: Barbara Herrmann
: Ich schreib mich in dein Leben Ein Baden-Baden Roman
: Books on Demand
: 9783769329285
: 1
: CHF 3.50
:
: Spannung
: German
: 248
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Regina, eine junge, hübsche Frau aus reichem Hause, verfolgt nach dem Abitur energisch den Wunsch nach persönlicher und finanzieller Unabhängigkeit, ausgerechnet über die Abendschule und die harte Arbeit in einem Callcenter. Dabei stolpert sie immer wieder über die Hindernisse und Unebenheiten zwischen den Aufgaben einer reichen Fabrikantentochter und dem holprigen Alltag einer arbeitenden und lernenden jungen Frau, was auch ihre Beziehung zum Scheitern bringt. Zwischen diesen beiden Welten lernt sie den Bestseller-Autor Viktor Tillmann kennen, einen Mann, der durch seine schwere Kindheit geprägt, nicht gerade eine glückliche Hand bei der Wahl seiner Partnerinnen hat. Als das Durcheinander im Leben von Regina und Viktor Schicksal spielt und sich die beiden immer wiederbegegnen, löst das nicht nur Gefühle, sondern auch Intrigen und öffentliche Schlammschlachten aus. Eine romantische, moderne Liebeskomödie.

Barbara Herrmann wurde in Karlsruhe geboren und ist im Kraichtal aufgewachsen. Ihre Geschichten laden in ihre badische Heimat und ins von ihr geliebte Elsass ein. Andere entstehen während ihrer Reisen in schöne Urlaubs-regionen. Gerne sucht sie für ihre Charaktere besondere Schauplätze, die entweder Zeitgeschichte oder eine inte-ressante eigene Geschichte haben und eine Erzählung der Gegenwart bereichern. Nach ihrem Eintritt in den Ruhe-stand erschienen zahlreiche Bücher verschiedener Genres. Heute lebt die Mutter zweier Söhne mit ihrer Familie in Berlin.

2


Regina war sich nun sicher, dass sie die notwendige Aussprache mit Jochen nicht unnötig lange aufschieben wollte. Sie hatte plötzlich begriffen, dass Jochen und sie kein ideales Paar mehr waren – nicht wegen des vorhandenen Standesunterschiedes, schließlich arbeitete sie ja selbst im Moment noch weit unter seinem Niveau. Nein, sie spürte einfach, dass es im Leben noch etwas anderes geben musste. Die große Liebe sollte sich in ihren Augen einfach anders anfühlen. Deshalb würde sie am Samstag einen endgültigen Schlussstrich ziehen.

Jetzt war sie erleichtert. Das war er nun, der erste kleine Schritt in ein anderes Leben. Nur vollziehen musste sie ihn noch. Es würde nicht einfach werden, weil sie sonst eigentlich eine treue Seele war und nicht so schnell die Flinte ins Korn warf. Nun hatte sie aber den Entschluss gefasst, und ab jetzt gab es für sie kein Zurück mehr.

Am Samstag hatte Regina viel zu tun. Zunächst nahm sie sich ihre Wohnung vor, es war doch einiges über die Woche liegen geblieben. Danach gönnte sie sich einen Besuch beim Friseur. Für den Abend bei ihren Eltern entschied sie sich für ein weißes Kleid mit einem einfachen, enganliegenden Schnitt, knöchellang und mit einem aufreizenden Schlitz, der bei jedem Schritt einen Blick auf ihre wohlgeformten Beine freigab. Der runde Ausschnitt betonte ihren zarten Hals und das Dekolleté. Ihre Haare hatte die Friseurin hochgesteckt. Zum Schluss legte sie etwas Rouge auf und zog die Lippen mit einem dezenten Stift nach.