Bevor wir das Vorgehen im Coachingprozess genauer betrachten, braucht es den Blick auf die Indikation dieser Methode. Wozu ist das Persönlichkeits-Panorama nützlich? Was ist das Ziel, wenn du es einer Klientin, einem Klienten im Rahmen einer Coachingbegleitung anbietest? Welchen Nutzen hast du als Coach vom Einsatz der Methode und wann im Coachingprozess setzt du es am besten ein?
Beginnen wir damit, welches Nutzenversprechen in Bezug auf das Persönlichkeits-Panorama du dem Menschen geben kannst, der als Coachee zu dir kommt: Wie erklärst du, was es bringt, wenn ihr euch für diese Arbeit mehrere Stunden Zeit nehmt? Einen wesentlichen Teil der Antwort hast du bereits kennengelernt, als ich beschrieben habe (siehe Kapitel 1, Seite 13 ff.), wie unser eigenes Selbstbild sich entwickelt, wie es normalerweise im Hintergrund „mitläuft“ und dennoch stark beeinflusst, wie wir uns verhalten, sowohl in Bezug auf unsere Werte und Ziele als auch anderen Menschen gegenüber. Dieses Selbstbild holen wir im Persönlichkeits-Panorama aus dem Hinter- in den Vordergrund und machen es sichtbar, greifbar und erlebbar.
Doch wie aktuell ist unser Selbstbild eigentlich? Für die Version, mit der viele Menschen durch ihr Leben laufen, müssten sie eigentlich die Meldung erhalten, dass ein Update verfügbar ist – wie beim Smartphone: „Bitte aktualisieren Sie Ihr System.“ Im Persönlichkeits-Panorama bekommen Klient*innen zunächst einen konkreten Zugang zu ihrem Selbstbild. Und sollten sie mit einer „veralteten Version“ leben, haben sie dann die Möglichkeit, sie aktualisieren. Aufgrund unserer „psychischen Werkseinstellung“, von der bereits die Rede war, ist die veraltete Version eher der Regelfall als die Ausnahme.
Hier eine Übersicht der Nutzenargumente für die Arbeit mit dem Persönlichkeits-Panorama, wie du sie als Coach Klient*innen vermitteln kannst: