: Stephanie Mekacher
: Schule macht Schüler*innen Eine Untersuchung von Differenzkonstruktionen im Primarschulalltag
: J.B. Metzler
: 9783662695999
: Kindheit – Bildung – Erziehung. Philosophische Perspektiven
: 1
: CHF 48.70
:
: Sonstiges
: German
: 157
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Derweil sich diverse erziehungswissenschaftliche Studien mit dem Thema der interaktiven Konstruktion und Bearbeitung von Differenzen in schulischen Kontexten auf der Eingangs- oder Sekundarstufe befassen, ist die Frage, wie Differenzen im Schulalltag der Primarstufe hervorgebracht und (re-)produziert werden, im Bildungsraum Schweiz bislang kaum erforscht worden. Die vorliegende Studie beleuchtet doing difference Prozesse und die damit verbundene (Re-)Produktion von sozialen Ordnungen bzw. Ungleichheiten im schulischen Alltag. Anhand einer ethnographischen Herangehensweise wird eruiert, inwiefern in der Unterrichtspraxis zweier beobachteten Primarschulklassen der Deutschschweiz soziale, gender- und klassenbezogenen Differenzen thematisiert, hervorgehoben oder neutralisiert werden. Aus einer ethnomethodologischen Perspektive wird aus den erhobenen Daten rekonstruiert, wie die schulischen Akteur*innen Abgrenzungs- und Zuschreibungsprozesse vornehmen und wie sich diese auf die Positionierung der Individuen im sozialen Gefüge der Schulklassen auswirken.

Ausg zeichnet mit dem Fakultätspreis 2023 der philosophischen Fakultät der Université de Fribourg.

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Vorwort6
Danksagung9
Inhaltsverzeichnis10
Abbildungsverzeichnis12
1 Einleitung13
2 Theoretische Grundlagen17
2.1 Zur Genese des Differenzbegriffs in den Sozialwissenschaften17
2.1.1 Horizontale Differenzierung18
2.1.2 Vertikale Differenzierung19
2.2 Die erziehungswissenschaftliche Entdeckung der Differenz22
2.2.1 Doing gender24
2.2.2 Doing difference27
2.3 Intersektionalitätsansatz31
2.4 Die de-konstruktivistische Sicht auf Differenz33
2.5 Der Umgang mit Differenz und Gleichheit in der schulischen Bildung35
2.5.1 Entwicklung der Ungleichheitsforschung in den Erziehungswissenschaften35
2.5.2 Herausforderungen im Umgang mit Differenz37
2.6 Aktueller Forschungsstand39
2.7 Zwischenfazit vor dem Hintergrund der theoretischen Erkenntnisse42
3 Methodologische Reflexionen44
3.1 Methodisches Vorgehen44
3.1.1 Der ethnographische Forschungsansatz und die Forschungsstrategie der Grounded Theory45
3.1.2 Die Datengewinnung: Teilnehmende Beobachtung49
3.1.3 Die Datenaufbereitung: Feldnotizen und Beobachtungsprotokolle51
3.1.4 Die Datenanalyse: Auswertungsverfahren der Grounded Theory53
3.2 Die untersuchten Primarschulklassen57
3.2.1 Feldzugang57
3.2.2 Phasen des Datenerhebungs- und Auswertungsprozesses59
4 Rahmen der Differenzherstellung64
4.1 Schulische Anforderungen65
4.1.1 Leistungserwartungen der Lehrpersonen66
4.1.2 Verhaltensanforderungen der Lehrpersonen69
4.1.3 Anforderungen an die Familien der Schüler*innen73
4.2 Verhalten der schulischen Akteur*innen74
4.2.1 Verhalten der Lehrpersonen74
4.2.2 Kommunikation der Lehrpersonen89
4.2.3 Verhalten der Schüler*innen92
4.2.4 Kommunikation von Schüler*innen112
4.3 Machtgefüge114
4.3.1 Betonung der Machtposition von Lehrpersonen114
4.3.2 Machtgefüge zwischen Lehrpersonen117
4.3.3 Bezugnahme auf das schulische Machtgefüge durch die Schüler*innen118
4.4 Unterrichtsgestaltung120
4.4.1 Rhythmisierung des Unterrichts121
4.4.2 Der Sitzkreis122
4.4.3 Die Sitzordnung123
4.4.4 Unterrichtsinhalte125
5 Diskussion der Ergebnisse129
5.1 Max als Schüler132
5.2 Max als Mitschüler136
6 Schlussfolgerungen146
6.1 Fazit146
6.2 Reflexion der Positionierung der Ethnographin im Untersuchungsfeld151
Literaturverzeichnis153