: Sonya Mai
: Getrennt mit Baby - Eine emotionale Reise Von explodierten Traumschlössern, sich lichtendem Nebel und neuen Ufern
: Books on Demand
: 9783759741622
: Allein mit Kind
: 1
: CHF 8.80
:
: Biographien, Autobiographien
: German
: 124
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Traumhochzeit geplatzt, Beziehung zu Ende, allein mit Baby zurück ins Elternhaus: bei Sonya Mai ist alles anders gekommen als ursprünglich geplant. Und zwar KOMPLETT anders. Sonya durfte von einem auf den anderen Tag alle ihre Lebenspläne über den Haufen werfen: Vorbei war der Traum vom Mama-Papa-Kind-Idyll und Wohnen im Grünen. Stattdessen ging es für sie darum ihr Baby allein zu versorgen, ihr Leben von Grund auf neu auszurichten, eine funktionale Elterneben trotz Trennung zu finden und den Kontakt zu sich selbst dabei nicht zu verlieren. In ihrem bewegend und emotional-berührenden Buch beschreibt die Autorin ihre persönliche Reise nach einer unfreiwilligen Trennung mit kleinem Kind. Sie erzählt von Tiefen und herausfordernden Zeiten, aber auch von Lichtblicken, Neuanfängen und Abenteuern. Im Zentrum dieses Buches steht dabei die Gefühlsebene in vielerlei Facetten und immer wieder neu die Frage nach dem Umgang mit all den intensiven Emotionen in dieser Lebensphase. Das Buch ist ein absolutes Muss für alle Eltern mit kleinen Kindern. So offen und tiefgehend hat bisher noch niemand über diese besondere Lebenssituation geschrieben.

Sonya Mai ist Mitte dreißig und Mama eines kleinen Sohnes. Als studierte Kunsttherapeutin arbeitet sie seit vielen Jahren an der Schnittstelle zwischen bewusster Sprache und oft unbewussten Bildwelten. Ihrer eigenen Erfahrung der Trennung mit Baby unter besonders vulnerablen Umständen, verleiht sie in ihrem ersten Buch:"Getrennt mit Baby - eine emotionale Reise" Ausdruck. Ein Hauptanliegen ist der Autorin dabei, Gefühle und vielseitig emotionales Erleben ins Zentrum des Trennungsprozesses zu rücken. Nach ihrer eigenen Trennung stellte sie nämlich erstaunt fest, wie wenig tiefgehend die Gefühlsebene und wieviel stattdessen Formales und Materielles in dieser Phase in unserer Gesellschaft kommuniziert werden. Dabei spielen für sie gerade an dieser Stelle die Emotionen eine bedeutungsvolle Rolle. Sie lädt in ihrem Buch daher zum Spüren und Wahrnehmen ein und möchte anderen die Angst und Scham vor ihrer Gefühlswelt im Rahmen einer Trennung mit Kind nehmen, um so in eine kraftvolle, Freiheit schaffende Selbstanbindung zu finden.

1. ÜBER MICH

Auf der Suche nach einem Mantel


Ehemann, Kind, idyllisches Wohnen im Grünen, Studium…

Diese Lebensphase sollte die Erfüllung eines romantischen Lebenstraums sein: endlich den Prinzen gefunden, ein gesundes süßes Kind in den Armen, Traumhochzeit unter blauem Sommerhimmel, Masterstudium… Dass dies alles im Ablauf von zwei Jahren stattfand, war für mich weniger Anlass zur Sorge als vielmehr Ursprung eines ozeanischen Gefühls von „göttlicher Fügung“.

Neue Stadt, neuer Lebensabschnitt, neuer sozialer Status. Neu, neu, neu! Nicht nur die Wohnung und das Mama-Sein waren zum Zeitpunkt der Trennung neu für mich, sondern auch die Beziehung zum Vater des Kindes, welchen ich erst wenige Wochen vor der Schwangerschaft kennengelernt und mich Hals über Kopf verliebt hatte. Und ebenso neu war die, mit der erfolgreichen Immatrikulation erst diese Woche ins Haus geflatterte, Rolle als Studentin. Dass ich in einer meiner vulnerabelsten Lebensphasen allein dasitzen könnte, kam überhaupt nicht vor in meinem inneren Drehbuch.

Ich hatte mich noch vor wenigen Wochen auf meinem Junggesellinnenabschied wie auf einem wundervollen Höhenflug gefühlt, wurde im Freundeskreis bewundert und hörte Sätze wie:„Manchmal werden Märchen wohl doch wahr“, „Es gibt sie noch, die guten Geschichten“…. Und so fühlte es sich größtenteils auch an. Rückblickend fehlte auf vielen Ebenen die Bodenhaftung. Ich selbst hatte zu diesem Zeitpunkt einen geerdeten, pragmatischen Anteil in mir bereits monatelang in die innere Abstellkammer gepackt und schwebte auf Wolke sieben. Fiel die rosarote Brille zuerst oder wurden wir erst Eltern? Ich glaube die Brille wollte fallen, wurde aber vehement wieder zurück auf die Nase geschoben und alle Zweifel und potenziell ernsthaften Konflikte in das Loch zurückgedrängt, aus dem sie kamen.

Das Elternwerden und Elternsein war einerseits, wie ich es mir vorgestellt hatte und andererseits ganz anders. Ich war oft unsicher und überfordert, es war unser erstes Kind und alles noch frisch und undefiniert. Bislang kam die Elternrolle nur in meinem Kopf vor und war dort eine schöne Vorstellung. Aber was sie mit mir und uns machen würde, was sie auslösen würde, war zunächst nicht greifbar. Erst in den Monaten nach der Geburt formierte sich vieles in mir. Mutterbilder, Erfahrungen mit dem Familienthema, Kindheitseri