Vornamen merken
Stell Dir vor, Du gehst durch den Zoo. Beim Eingang streiten 3 Erwachsene, wer bezahlt, dann kommt die Kasse und danach gehst Du am Essensstand vorbei und riechst leckere Dinge. Danach kommst Du zu den Bären, unterwegs triffst Du einen frechen Pfau und so geht es den ganzen Morgen weiter: Ein riesengrosses Abenteuer, von dem Du stundenlang erzählen kannst.
Wenn Dir jetzt anstelle dessen im Europark neben der Kasse stehen würdest und Dir für die gleich lange Zeit jeder, der bei der Kasse durchkommt, seinen Vornamen sagt, dann könntest Du am Ende des Morgens einige aufzählen, aber sicher nur die allerwenigsten und auch nicht in der richtigen Reihenfolge.
Warum ist das so?
Vornamen sind etwas Abstraktes – etwas, was man nicht anfassen kann, und was sich auch nicht mit etwas verbindet, was man anfassen kann.
Damit unser Hirn sich etwas merken kann, helfen Gefühle – am Besten die Freude, aber auch Erstaunen, Lachen, irritiert sein, verrücktes und anderes, was uns lebendig macht, auch wenn es nicht Gefühle nach Lehrbuch sind.
Zusätzlich ist es wichtig, dass wir das betreffende Neue verknüpfen können mit etwas, was wir schon kennen, oder mit etwas gegenständlichem – einem Ast, einem Tier, einer Pflanze, einem Spielzeug, einem Werkzeug oder irgendetwas sonst, was wir anfassen können.
Wenn wir einen neuen Menschen kennenlernen, angenommen, der heisst Tim, dann könnte es hilfreich sein, ihn mit allen anderen Tims, die wir kennen zu verbinden. Das geht, wenn wir welche kennen.
Dann haben wir seinen Vornamen verknüpft.
Eine andere Möglichkeit ist, seinen Vornamen bildlich oder über den Klang mit etwas zu verbinden, was unser Hirn speichern kann – etwas, was man anfassen kann.
Das könnte über den Klang geschehen: «Tim» - so könnte der helle Klang einer Glocke ertönen.
Oder es ist das Klangbild, wenn Du mit dem Stiel des Schlägers auf den Boden klopfst und danach mit