: Duanna Mund
: Kanada wie es im Buche steht der Westen
: Books on Demand
: 9783759728890
: Poesie des Reisens
: 1
: CHF 8.30
:
: Nord- und Mittelamerika
: German
: 300
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Reise einer erfahrenen Globetrotterfamilie per Wohnmobil gestaltet als Roadmovie; die Chronologie der Geschehnisse bietet lediglich das Fundament der Erzählung. Durch essayistische Einschübe in Form von Exkurs-Kapiteln sowie die Einarbeitung von weiterführender Recherche verliert der Text jeglichen Tagebuchcharakter. Er lebt von Querverweisen auf kanadische LiteratInnen, KünstlerInnen, indigene AktivistInnen, indianische Spiritualität und animistische Weltsicht sowie Wildniserfahrungen. Die Erzählung wird ergänzt und bereichert durch umfangreiches Fotomaterial.

Birgit Winkler: geboren 1960 in Graz; wohnhaft in der Weststeiermark / Österreich; Ausbildung: Studium an der Kunstuniversität Graz (Musik / Lehramt) und der Karl-Franzens-Universität (Geografie / Wirtschaftskunde) derzeitige berufliche Tätigkeit: freischaffende Schriftstellerin steuerndes Mitglied des AutorInnenkollektivs Grazer Literaturclub: des Literarischen Diwans (ein interdisziplinärer Dialog zwischen Kunstschaffenden und LiterarInnen) Mitglied des Turmbunds Innsbruck, der IG Autorinnen Autoren Österreich, von BUCH13; von 2020 bis 2022: Leitung des Vereins Steirische Autoren zahlreiche Lesungen in österreichischen Städten und an inspirierenden Orten des Landes (das von Mund ins Leben gerufene Projekt Writers´ Corner bespielt den öffentlichen Raum und bringt Literatur zu den Menschen) Duanna Mund setzt in ihren Werken einen gesellschaftspolitischen Schwerpunkt und nimmt Stellung zu Fragen der Zeit. In diesem Sinne kämpft sie für einen nicht elitären und möglichst lebendigen Umgang mit Literatur. Da sie die vielfältigen Möglichkeiten stilistischer Ausdrucksformen reizen, beinhalten ihre Werke Reiseerzählungen, autofiktionale Romane, Lyrik, Essays, Kurzprosa und Jugendliteratur.

Vancouver / die erste


Die Metropole an der Westküste


Chinatown, Gastown, Harbour Front, Stanley Park, Vancouver Aquarium

Zu den Vorzügen unserer für Vancouver-Verhältnisse recht günstigen Unterkunft zählen die ruhige Lage, die wenigen Gehminuten zur Metro, die Sauberkeit und der gut gefüllte Kühlschrank. In ihm finden wir bis auf Brot alles vor, was wir zum Frühstück brauchen, zudem Obst und Naschereien. Unsere Bewertung: Daumen hoch!

Für die Fahrt zu den Sehenswürdigkeiten der Innenstadt nutzen wir den Skytrain. Bei ihm handelt es sich um ein computergesteuertes, fahrerloses Zugnetz, das überwiegend als Hochbahn angelegt ist. Mit einer Schienenlänge von fast 70 Kilometern war es das längste vollautomatische Transportsystem der Welt, ehe es im Jahre 2011 von der Dubai-Metro übertroffen wurde. Wenngleich wir heute viel zu Fuß unterwegs sein werden, zahlt sich eine Tageskarte für den öffentlichen Verkehr aus, denn der Preis für das Ticket erweist sich mit 11 C$ (umgerechnet aktuell 8 €) als überaus günstig. Offenbar gehen die Kanadier, zumindest in Vancouver, einen anderen Weg als die US-Amerikaner in ihren autoverliebten Großstädten. Erwartungsvoll fahren wir zum Expogelände 86 am Ende des Falls Creek. Dieser ist ein Meeresarm, der in einem Stumpf endet. Die Stahlkuppel der Science World, eines der architektonischen Wahrzeichen Vancouvers, verdoppelt sich malerisch im Wasser.

Schon mit dem ersten Schritt beginnt der Genuss, denn auf der gegenüberliegenden Seite des Inlets2 leuchten in der Morgensonne das Olympiastadion und die ersten futuristischen Hochhäuser. Auf den Wiesen und kleinen Parks grasen zahllose Wildgänse in Gefolgschaft halbwüchsiger Küken. Warnschilder weisen darauf hin, dass mit den Vögeln nicht zu spaßen ist: „There are Canadians, who arenot friendly“. Launig nehmen die Worte Bezug auf die Freundlichkeit, die den Stadtbewohnern, sowie den Ka