Herrliche Granatapfelbäume, voll mit prallen Früchten, die weißen Blütentrauben des Kyprosstrauchs, aus dem gewinnt man Henna, sagte sie, für meine lieblichen Brüste, und grinste dabei, ein Grinsen, das ich ihr gar nicht zugetraut hätte. Sie wirkte so vornehm, so ganzGrand Dame. Die duftende indischer Narde, Safran, Kalmus und Zimt, Weihrauchbäume, und Myrrhesträucher, Balsam, sagte sie, dies ist ein Balsamgarten. Balsam für die Seele. Die dickfleischigen Triebe der Aloe, Grapefruitbäume, ein kleiner Olivenhain, in dem die Sonne flirrte, Rosenbüsche, Heckenlabyrinthe, ein kleines Wasser sprudelte hindurch und gewann in Kaskaden den Geländeabsatz zum Unteren Garten, wo Pinien und Libanonzedern einen Teich beschatteten voller Iris und Seerosen.
Ein prächtiger Garten, dachte ich nach dem Rundgang. Ein kleines Paradies. En Gedi in Israel fiel mir damals ein, die Oase aus Wasserbecken und Palmen, die sie mitten in der Wüste geschaffen hatten. Und natürlich Eden, ganz diesseits, wo die Immerjungen wandeln, die persischen Königsgärten, alles Mögliche.
Komm, Nordwind, und eile herbei, Südwind!, sagte Sappho schwärmerisch und breitete die Arme aus. Weht durch meinen Garten und tragt den Duft bis in die Berge und ans Meer! Komm in deinen Garten,