: Jean Gakwandi, Karin Heidrich
: Solace Die Geschichte der Trost-Dienste
: Books on Demand
: 9783759732552
: 1
: CHF 6.60
:
: Sozialpädagogik, Soziale Arbeit
: German
: 182
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht Euer Gott Jes 40,1 Solace Ministries (übersetzt Trost-Dienste) ist eine ruandische, christliche, überkonfessionelle, gemeinnützige Nicht-Regierungsorganisation. Solace Ministries widmet sich seit dem Völkermord gegen die Tutsi 1994 den Nöten der traumatisierten Witwen und Waisen sowie HIV Opfer und anderer notleidender Menschen. Seit einigen Jahren setzen sie sich darüber hinaus auch für andere Hilfsbedürftige ein, z.B. Kranke, Behinderte und Ausgegrenzte.

Jean Gakwandi ist selbst ein Überlebender des Völkermordes, dessen christlicher Glaube ihn dazu drängte, seinem Volk zu dienen, es zu trösten und die Würde und die Hoffnung der vielen Überlebenden wieder herzustellen.

Wie alles begann


Treue Verheißungen


Es war der Abend des 6. April 1994, als der Völkermord ausbrach. Meine Frau Viviane und ich waren gemeinsam mit unseren vier Kindern und unserem Hausmädchen in unserem Haus in Kigali und hielten unsere Abendandacht. Was wir an diesen Abend im „Daily Light“5 lasen, sprach uns ganz persönlich an:

„Der Name des Herrn ist ein starker Turm; der Gerechte läuft dorthin und ist in Sicherheit.“6

“Eine Zuflucht ist dir der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige Arme.“7

Diese Zusagen Gottes lösten gemischte Gefühle in uns aus, einerseits von Frieden, aber auch von Beunruhigung.

Wir sollten ihre Bedeutung bald verstehen, da die ganze Nacht durch Schüsse und Explosionen gestört wurde. Viele Menschen starben bereits in dieser ersten Nacht, darunter auch unser direkter Nachbar.

Der Herr ist in der Tat