Die Amamiya-Klinik, die genau zwischen einem Wohnviertel und einem Vergnügungsviertel lag, wurde zu Beginn der Showa-Zeit von Chiaki Amamiya gegründet und ging irgendwann an seinen Enkel in der dritten Generation über.
Das äußerlich in die Tage gekommene Gebäude, das einen, wie so viele andere Bauten auch, an die gute alte Zeit zurückdenken ließ, wurde seit der Eröffnung der Klinik kaum verändert. Die Holzböden im Wartezimmer und in den Korridoren knarrten gelegentlich, was im Einklang mit dem letzten Willen des verstorbenen Chiaki stand, der stets die Priorität seiner Patienten betonte und anstelle einer Schließung für Renovierungsarbeiten immer nur kleinere Reparaturen durchführen ließ.
Mit nur einem Arzt und einem Krankenpfleger herrschte in der Amamiya-Klinik immer Personalmangel und das Wartezimmer war stets überfüllt. Doch jeder wartete ruhig ab, ohne sich zu beklagen, was nicht zuletzt Sachi Amamiya, dem Enkel des Gründers, zu verdanken war. Nachdem er mit Bestnoten die medizinische Fakultät einer renommierten Universität abgeschlossen hatte, wurde er ein erstklassiger Chirurg und führte zahlreiche Operationen an Universitätskliniken durch, bevor er schließlich die Amamiya-Klinik übernahm. Das allein hätte bereits ausgereicht, um die Klinik florieren zu lassen, doch er besaß noch ein unvergleichliches anderes Talent.
Sachi hatte leicht gewellte, helle Haare und immer funkelnde, eindrucksvolle Augen. In der Nähe dieser befand sich auch ein unauffälliger, perfekt platzierter Leberfleck, der zusammen mit seiner frischen Haut, die man einfach anfassen wollte, jeden in seinen Bann zog. Seine Statur, die mit 170 Zentimetern im Durchschnitt lag, zeichnete sich durch eine schlanke und anmutige Form aus, die in etlichen Menschen das Verlangen weckte, ihn einfach zu umarmen.
Ja, er hatte das angeborene Talent, alle zu verzaubern. Das Problematische daran war nur, dass er sich dessen nicht bewusst war, was dazu führte, dass in seiner Umgebung immer Unruhe herrschte. Doch dank dieser Tatsache florierte die Praxis. Allerdings wusste die Klinik nicht mit den vielen Patienten umzugehen, die Krankheiten vortäuschten, nur um Sachi zu treffen.
Abgesehen davon hatte die Amamiya-Klinik noch einen weiteren schwierigen letzten Willen auf ihrem Rücken – ihre Verpflichtung gegenüber der Shinonome-Gruppe.
Im Untersuchungsraum hallte die klägliche Stimme eines Mannes wider: „Autsch! H-Hey, Sachi, so hab doch Erbarmen!“
Auf einem Sessel mit Rollen sitzend drückte Sa