: Corinna Weber
: Das Rätsel vom Schwarzwald Kommissar Hansen und der Tote in der Sauna
: Books on Demand
: 9783759718563
: Das Rätsel
: 1
: CHF 8.80
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 256
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Knut Hansen ist entsetzt! Seine Freundin Anita hat eine fünftägige Reise in den Schwarzwald gewonnen und er muss mit. Zu dem anfänglich sehr großen Leidwesen von Anita kommt er auf die glorreiche Idee, seinen Kollegen und Freund Kilian Brandner und dessen Freundin Ulrike mitzuschleppen. Was sich allerdings im Nachhinein als ziemlich großer Vorteil herausstellt. Denn wer rechnet schon damit, dass ausgerechnet am sonst so idyllischen Titisee ein Mord geschieht, in den die beiden Hauptkommissare auch noch prompt verwickelt werden? Aber mit Hilfe von Knuts und Kilians kriminalistischem Spürsinn können sie gemeinsam einen Mordfall lösen, dessen Motiv sie am Ende selbst überrascht. In Knut Hansens neuestem Fall nimmt die Odenwälder Autorin dieses Mal ihre Leser mit in ein exklusives Hotel direkt am schönen Titisee und lässt sie eintauchen in eine Welt voller offener Fragen, gegenseitigen Verdächtigungen und falschen Fährten. Überraschend, spannend, wie gewohnt humorvoll und mörderisch gut!

Ich wurde 1976 in Darmstadt geboren und bin in Affolterbach im Odenwald aufgewachsen. Seit 2000 bin ich verheiratet und lebe mit meinem Mann und unserer schwerbehinderten Tochter in einem schönen Eigenheim in Wald-Michelbach an der Bergstraße. Svenja ist ein Extremfrühchen und von Geburt an körperlich schwerstbehindert. Ich pflege sie und bin in Folge dessen überwiegend Zuhause. Wir haben noch eine erwachsene Tochter, die mittlerweile ihren eigenen Weg geht. Unsere jüngste Tochter Ronja wurde im September 2019 elf Tage vor ihrem zweiten Geburtstag von einem Auto überfahren. Ich bin also eine liebende und trauernde Mutter gleichermaßen. Ich bin ein sehr extrovertierter (und größtenteils sehr charmanter) Mensch und gehe meist offen auf die Menschen zu. Man sagt mir eine gute Portion Sarkasmus und Ironie nach, ich liebe guten Humor und feinsinnige, intelligente Menschen. Für mich zählt das Motto Das Leben geht IMMER irgendwie weiter und Aufgeben ist KEINE Option (Panta Rhei). Ich setzte mich sechs Wochen nach dem Unfalltot meiner kleinen Tochter an die Tastatur und begann zu schreiben. Ich schrieb unsere Geschichte auf, beginnend im Jahr 1997. Daraus entstanden die biographischen Muddi - Zusammen schaffen wir alles Bücher, von denen es mittlerweile schon vier Teile gibt. Ich habe all das zu Papier gebracht, was über die letzten Jahrzehnte in unserem Leben passiert war. Und das war mehr, als Manchen das ganze Leben widerfährt. Es folgte die Taschenbuchreihe Ronjas Welt. Eine fiktive Geschichte mit fiktiven Charakteren und doch völlig absichtlich mit Ronja betitelt. 2022 entstand der Roman Auf Umwegen zur Hölle - Trottel mit Flügeln sucht neuen Job. Ein Buch über die Liebe, ein Leben nach dem Tod, einem renitenten und sehr störrischen Neu-Engel, viel Phantasie und noch mehr Humor. Außerdem liebe ich Herausforderungen. Also habe ich mich, recht spontan während eines Wyk-Urlaubes dazu entschlossen, einen Krimi zu schreiben.

Kapitel 1 - Knut und Anita

Knut war in Anitas Ohrensessel eingenickt, sein Kinn war auf seine Brust gesackt und er gab leise schnarchende Töne von sich. Alles in allem ein Bild völligen Friedens und absoluter Ruhe. Bis zu dem Moment, in dem Anita im Flur ohrenbetäubend aufschrie und es ziemlich laut polterte. Knut schreckte hoch, riss die Augen auf und griff sich an die rechte Seite, um seine Waffe zu ziehen. Dem Lärm nach, den er eben im Zustand seiner Schlafdämmerung gehört hatte, wurde Anita gerade von einem potentiellen Mörder bedroht und kämpfte um ihr Leben.

Als er jedoch bemerkte, dass er anstatt seiner „Arbeitskleidung“ nur eine Jogginghose trug, in deren sich in der rechten Hosentasche lediglich ein völlig zerfleddertes Taschentuch befand, überlegte er kurz fieberhaft, wie und vor allem mit was er seiner Lebensgefährtin hilfreich zur Seite eilen könnte.

Aber noch ehe er den Gedanken zu Ende denken konnte kam Anita ins Wohnzimmer gerannt. Ihre Augen glänzten fast schon fieberhaft und ihr Atem flatterte. Knut sprang auf und machte sich bereit, dem Tod ins Auge zu blicken und dem (hoffentlich nicht allzu großem) Einbrecher ein paar auf die Glocke zu hauen.

Er zischte ihr zu: „Hierher und hinter mich! Schnell!!"

Anita sah ihn völlig entgeistert an. Sie trat einen Schritt auf ihn zu und legte ihm die Hand auf seine Wange.

„Hast du schlecht geträumt, Puschi? Oder bist du jetzt völlig durchgedreht??"

Knut schielte argwöhnisch zur Tür und lauschte, dann wandte er sich wieder Anita zu.

„Ich habe dich schreien gehört und dachte, du wirst gerade eiskalt gemeuchelt. Warum in aller drei Teufels Namen veranstaltest du denn hier so ein Affentheater? Ich hätte einen Herzinfarkt kriegen können, weißt du das??"

Schweratmend ließ er sich zurück in den Sessel fallen und rieb sich über sein schweißnasses Gesicht. Anita störte sich keinesfalls an den stark gebeutelten Nerven von Knut, sondern wedelte nun aufgeregt mit einem Brief vor seinem Gesicht herum.

„Da, guck doch mal. Ich kann`s noch gar nicht wirklich glauben. Ich habe gewonnen! Ich könnte gerade völlig ausflippen, echt jetzt. Stell dir das mal vor. Du und ich, fünf Tage am Titisee!!"

Sie tänzelte durchs Wohnzimmer und jubelte. Knut richtete sich im Sessel auf, zog die Augenbrauen nach oben und kratzte sich hinter dem rechten Ohr.

"Würdest du das bitte nochmal wiederholen? Offenbar lässt mich mein Gehör auf den Schreck hin gerade völlig im Stich. Ich habe nur irgendwas mit „Titten" verstanden."

Anita zog eine kleine Schnute und rollte dann mit den Augen.

„Nicht Titten du Dösbaddel, sondern Titisee. Ich habe vor einiger Zeit bei einem Preisausschreiben mitgemacht, eigentlich nur wegen dem Kaffeevollautomaten, den es als zweiten Preis zu gewinnen gab. Aber jetzt habe ich den ersten Preis gewonnen. Und könnte gerade auf der Stelle durchdrehen vor Freude. Ist das nicht phantastisch? Fünf Tage nur du und ich? Ach so, was den Lärm betrifft, den du gehört haben willst… ich habe vor lauter Aufregung aus Versehen den Schirmständer umgerannt, also kein Einbrecher oder Mörder weit und breit."

Sie strahlte über alle verfügbaren Backen, flitzte