: Frank Weinert
: Modernes Cost Engineering Wie costdata die Methode zur kontrollierten Gewinnmaximierung entwickelte und bei Unternehmen als Controlling-Instrument implementiert.
: Books on Demand
: 9783759798459
: 1
: CHF 35.50
:
: Wirtschaft
: German
: 196
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Mit Blick auf das Wachstum und die ständigen Marktveränderungen hat costdata die weltweit größte Kosten-Datenbank entwickelt. Durch kontinuierliche Recherche von Marktpreisen kann costdata mit seiner Datenbank seinen Kunden eine Kostenersparnis von durchschnittlich 12 % umsetzen. In diesem Buch erfahren Sie alles, was Sie benötigen, was modernes Cost Engineering in der konkreten Umsetzung bedeutet, um mit Ihrem Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Wenn Sie nach der Lektüre der folgenden Kapitel am Ende dieses Buches angelangt sind, kennen Sie konkrete Cost-Engineering-Kennzahlen, die Sie sofort in Ihre Strategieentwicklung integrieren und umsetzen können. Sie erhalten Einblicke in Tools, den Organisationsaufbau und die Führung, die es ermöglichen, nachhaltige wirtschaftliche Ergebnisse wie zum Beispiel die Optimierung von Betriebskosten, die Steigerung der Effizienz oder die Maximierung des Return on Investment zu erzielen. Bonus: Exklusiver Einblick in die costdata Tools

Dipl.-Ing. (FH) Frank Weinert verfügt über mehr als 35 Jahre Erfahrung in den Bereichen Cost Engineering, Einkauf, Produktion und Controlling in nahezu allen Branchen des produzierenden Gewerbes. Er studierte in Köln Produktionstechnik und startete seine Karriere als Graduate Trainee bei der Ford-Werke AG, wo er für den Einkauf von unterschiedlichsten Warengruppen verantwortlich war. Von 1994 bis 1996 arbeitete er in Portugal für das damalige Joint Venture Autoeuropa von VW und Ford. Als Senior Einkäufer kaufte er die ersten Navigationssysteme und die Fertigung des Escort Cabriolets bei einem Lieferanten ein. In den letzten Jahren bei Ford beschäftigte er sich intensiv mit dem Thema Produktkostenanalyse und realisierte dadurch hohe Preisreduzierungen. Nach 10 Jahren bei Ford machte er sich selbstständig und gründete die costdata GmbH. Es entstanden die Standardsoftware costdata® calculation sowie weitere Softwareprogramme für die Bereiche Cost Engineering, Einkauf, Controlling, Entwicklung und Produktion. Die Marktdatenbank costdata® market data ist weltweit die größte Kosten-Datenbank und beinhaltet stets aktuelle Preise für alle Produktkostenabschätzungen und zur Überprüfung der Wettbewerbsfähigkeit. Frank Weinert verantwortete über 600 Projekte zur Kostenreduzierung, zur Kostenkalkulation sowie zur Implementierung und zum Aufbau von Cost-Engineering-Abteilungen. Er entwickelte eine Methode zur kontrollierten Gewinnmaximierung, die von der costdata GmbH als Controlling-Instrument bei Unternehmen implementiert wird. Um das Bewusstsein für kostentechnische Prinzipien zu schärfen und so die Effizienz aller Fertigungsindustrien zu verbessern, ist er Gastdozent an der Hochschule Koblenz und leitet das Institute of Cost Engineering.

Basiswissen Cost Engineering


Cost Engineering verkörpert die synergetische Fusion zweier fundamentaler Dimensionen des Unternehmertums: die der Kostenkalkulation und jene des Ingenieurwesens. Dabei geht es nicht nur um eine oberflächliche Quantifizierung monetärer Ausgaben im Zusammenhang mit Produkten oder Dienstleistungen. Vielmehr werden die tiefgreifende Analyse sowie die fortlaufende Optimierung der zugrunde liegenden Prozesse umfasst, seien es solche der Produktentwicklung oder der Fertigung.

Historisch betrachtet ist das Konzept des Cost Engineerings keineswegs neu. Es manifestierte sich ursprünglich in Form von Praktiken, die unter dem Begriff „Kostenanalysen“ bekannt waren. Der Ausgangspunkt des Cost Engineerings ist die Wertanalyse, die im Jahr 1947 durch den Chefeinkäufer Lawrence D. Miles (1904–1985) von General Electric ins Leben gerufen wurde und die Senkung der Materialkosten ohne Verschlechterung der Produktqualität anstrebt. Der transatlantische Transfer dieses Paradigmas nach Europa, speziell nach Deutschland, setzte etwa zu Beginn der 1990er-Jahre ein und war maßgeblich durch US-amerikanische Konzerne wie Ford beeinflusst. Die terminologische Konsolidierung unter dem Fachausdruck „Cost Engineering“ vollzog sich allerdings erst in den frühen 2000er-Jahren. Das Hauptziel dieses Ansatzes lag und liegt nicht nur in der reinen Kostenreduktion, sondern vielmehr in der proaktiven Vermeidung unnötiger Ausgaben durch gezielte ingenieurtechnische Methodologien und Strategien.

In konventionellen Unternehmensstrukturen war dieser Ansatz typischerweise in Abteilungen wie dem Einkauf verankert. Mit der fortschreitenden Globalisierung und dem sich wandelnden wirtschaftlichen Klima wurde jedoch immer deutlicher, dass Cost Engineering das Potenzial besaß, eine essenzielle Rolle für die ökonomische Resilienz und die globale Wettbewerbsfähigkeit von Organisationen einzunehmen.

Cost Engineering hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu einer hochkomplexen Disziplin entwickelt, die sich der optimierten Verknüpfung zwischen wirtschaftlichen Aspekten und technischen Funktionen eines Produktes widmet. In seinem Kern steht die Betrachtung von Produktfunktionen und deren Kostenaspekten, um diese in einem idealen Gleichgewicht zu halten.

Das Zusammenspiel von Funktionalität und Wirtschaftlichkeit

Ein Beispiel ist die Entwicklung eines Kotflügels für Autos. Dieses im Allgemeinen zumeist kaum beachtete Bauteil besitzt intrinsische Funktionen, die erfüllt werden müssen, seien es der ästhetische Aspekt, der Schutz des Fahrzeugs oder die aerodynamischen Eigenschaften. Das Ziel des Cost Engineerings ist es, alle diese Funktionen zu optimieren und gleichzeitig die damit verbundenen Kosten im Blick zu behalten beziehungsweise diese über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg kontinuierlich zu senken.

Ein weiteres bemerkenswertes Beispiel ist der Scheinwerfer eines Autos. Dieser muss nicht nur „Licht geben“ – also seine primäre Funktion erfüllen –, sondern er soll auch anderen Spezifikationen genügen, etwa in Bezug auf Lichtweite, Helligkeit oder heute sogar die adaptive Lichtkegel-Verlagerung in Kurven. Dabei besteht die Kunst darin, ein Produkt zu schaffen, das alle diese Anforderungen erfüllt, aber zugleich auch wirtschaftlich produziert werden kann. Das impliziert oftmals, einen Mittelweg zwischen Premium-Materialien und Kostenoptimierung zu finden.

Der Aspekt der Optimierung führt uns zu einer weiteren Schlüsseldimension des Cost Engineerings: Die Rede ist von der Lebensdauer eines Produktes. Dieses kann von seiner Konzipierung her auf Langlebigkeit ausgerichtet und demen