Die SINN-Formel
Du weißt jetzt, warum du in dem, was du tust, deinen Sinn finden musst. Du weißt, was für großartige Dinge mit dir geschehen, wenn du die Sinnhaftigkeit in deinem täglichen Schaffen findest. Du kennst aber auch die Konsequenzen, wenn du über einen bestimmten Zeitraum einen Job ausübst, ohne dass du den Sinn darin siehst.
Motivation, Inspiration und starker Antrieb mit der SINN-Formel
Wer Sinn sucht, will Antworten auf das »Warum«. Man folgt dem tiefen inneren Wunsch, den Sinn in dem, was man tut, zu erkennen – im Privat- und im Berufsleben. Wie setzt sich Sinn nun zusammen? Und was braucht es, um Sinn zu finden?
Auf meiner eigenen, immer wiederkehrenden Suche nach der Sinnhaftigkeit habe ich festgestellt, dass sich die Suche immer um dieselben vier Punkte gedreht hat:
Standpunkt
Ich habe zuerst reflektiert und gespürt, dass meine aktuelle Jobsituation nicht mehr passt oder dass ich eine Weiterentwicklung oder Veränderung wollte.
Innere Haltung
Dann habe ich mich gefragt, wofür ich genau stehe und welche meine ganz persönlichen Werte und Prioritäten zu diesem Zeitpunkt sind. Aber auch, wofür ich mich begeistern kann und was mir persönlich Antrieb verschafft.
Nutzen
Danach galt es, die Frage zu klären, welchen Nutzen ich für mich, aber auch für andere erzielen möchte.
Nachhaltigkeit
Letztendlich habe ich definieren müssen, wie groß meine Bereitschaft ist, etwas zu ändern. Aber auch, wie viel (Zeit, Geld, Aufwand …) ich bereit war, in die andauernde Erhaltung meines Idealbildes zu investieren.
Aus diesen Gedankengängen ist letztlich meine SINN-Formel entstanden, die ich dir gerne in diesem Buch näherbringe. In den folgenden Kapiteln leite ich dich durch den Prozess hinter der Formel.
- Du reflektierst deine aktuelle Situation.
- Du gehst deiner inneren Haltung auf den Grund.
- Du definierst, welchen Nutzen du für dich und andere erzielen möchtest.
- Und du bestimmst, was du bereit bist zu tun, um deine Ziele zu erreichen und sicherzustellen, dass du nachhaltig auf Kurs bleibst.
Aus deinen Erkenntnissen bestimmst du die Schritte, die du unternehmen kannst, um SINN zu entdecken, zu erfahren und zu erhalten. Diese Schritte verankerst du in deinem ganz individuellen SINN-Maßnahmenplan.
Ein klarer Prozess und daraus resultierende Ziele und Maßnahmen sind jedoch nur die halbe Miete. Genauso wichtig ist, dass du mental bereit bist, die nötigen Schritte in die Wege zu leiten. Auf dem Weg zu deinem Idealbild wirst du vielleicht auch schwierige Momente erleben. Du wirst Rückschläge erfahren und Situationen begegnen, in denen aus Rückenwind Gegenwind wird. Deshalb lernst du in diesem Buch Tools kennen, die dich im Alltag unterstützen und stärken, während du deine Ziele verfolgst.
Dein Standpunkt
Der Prozess der SINN-Formel startet damit, dass du deine aktuelle Situation reflektierst:
- Wo stehst du heute?
- Passt der Job, den du heute machst?
- Siehst du den Sinn in der Tätigkeit noch?
- Erfüllen dich die Ergebnisse, die du erzielst, und motivieren sie dich, dein Level zu halten oder sogar noch besser zu werden?
Mache eine Standortbestimmung und schau, welches Ergebnis dabei herauskommt. Schreibe dir die Antworten zu den oben stehenden Fragen genau auf und sieh sie dir intensiv an. Bewerte deine Antworten:
In welcher der folgenden vier Situationen findest du dich wieder?
Situation 1: »Ich liebe meinen Job, sehe den Sinn in dem, was ich tue, und fühle mich erfüllt. Wie stelle ich sicher, dass das auch so bleibt?«
Das ist schon einmal eine gute Ausgangslage – es besteht vermeintlich kein Handlungsbedarf, du bist so weit zufrieden.
Doch ruhe bitte nicht zu sehr in dieser Zufriedenheit! Denn in der heutigen, schnelllebigen Zeit gehören Veränderungen mehr und mehr zu unserem Leben, sei es im Beruf oder auch im Privaten. Deshalb ergibt es Sinn, dass du darauf vorbereitet bist und dass du jetzt, wo alles in Ordnung ist, schon die Weichen für später stellst.
Stelle zuerst sicher, dass dein Warum und deine persönlichen Werte auch tatsächlich noch mit deiner Aufgabe, deinem Team und deinem Vorgesetzten und den Unternehmenswerten übereinstimmen. Wenn Differenzen entstehen, bestimme Maßnahmen, die sicherstellen, dass du in deinem Job auch weiterhin bestehst und die Erfüllung erlebst, die du aktuell empfindest. Gleichzeitig identifizierst du mögliche Stolpersteine und hältst fest, wie du diese umgehen kannst, oder du sorgst dafür, dass sie gar nicht erst in deinem Weg liegen.
So wie Silvia, die bei unserem ersten Treffen sagte:
»Ich liebe meinen Job und möchte