: Anna Hellmich
: Die Rose von Katuna Der Steinkönig Band 2
: Books on Demand
: 9783759790316
: Der Steinkönig
: 2
: CHF 8.80
:
: Fantasy
: German
: 554
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eine Rose, die einen Krieg aufhält. Ein paar Samenkörner, die eine Hungersnot bekämpfen. Kann uralte Magie die Welt retten? Ein Jahr ist vergangen, seit Rosa und Legiel den mächtigen Steinkönig geweckt und den dunklen Magier Sanas besiegt haben. Ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, als sich ihre Wege trennen. Die Heilkundige Hanerisa nimmt Legiel auf eine gefährliche Mission mit. Rosa wird in ihre vom Hunger geplagte alte Heimat Nortia gerufen, wo sie das geheimnisvolle Vermächtnis der Herrin Seidenbast erfüllen soll. Unterwegs begegnet sie bedrohlichen Alten Wesen, die gierig nach Erdmagie sind. Niemand ahnt, wie die lückenhaft überlieferte Prophezeiung der Rose von Katuna die Welt verändern wird. Kann die vereinte Magie von Erde, Sonne, Wasser und Luft die Rose tatsächlich erblühen lassen? Können Rosa, Hanerisa und Legiel den alles vernichtenden Krieg verhindern?"Die Rose von Katuna" ist eine märchenhafte Geschichte über Freundschaft, Liebe und den Mut, sich einem übermächtigen Bösen entgegenzustellen. Mit der Fortsetzung von"Der Steinkönig" präsentiert Anna Hellmich einen packenden und eigenständigen High-Fantasy-Roman voller Magie.

Anna Hellmich, Fantasy-Autorin und Krankenhausseelsorgerin, erzählte schon als Kind sehr gerne spontan entstehende Geschichten. Ob Hogwarts oder Mittelerde, Anna Hellmich sieht hier keine Grenzen und fühlt sich in jeglicher Fantasy-Welt zu Hause. Hauptsache, da ist"Orm", um mit Walter Moers zu sprechen: die Magie des Erzählens. Als evangelische Pfarrerin hat Anna Hellmich ihre eigene Perspektive auf das Leben. Der Syrienkonflikt und seine Auswirkungen 2015/16 haben bei Hellmich einen bleibenden Eindruck hinterlassen."Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" sind keine Worthülsen für sie, sondern eine ständige Sehnsucht, an der sie trotz der aktuellen Entwicklungen festhält.

Die Geburt


Hitze flimmerte über den Wiesen und Feldern. Wie eine schwere Decke fühlte sie sich an, die alles erstickte, das atmen wollte. Die Krüge waren leer und die Brunnen trockneten aus. Ja, die Sonne schien sonst auch viel im Spätsommer. Aber doch nicht ununterbrochen! Ihr gleißendes Licht, an einem wolkenlosen Himmel, hatte etwas Gnadenloses.

Sina stellte ihren Wäschekorb für einen Moment beiseite, um sich den Schweiß von der Stirn zu wischen. Auf keinen Fall sollte in den frühen Morgenstunden schon eine solche Hitze herrschen. Die kühlenden Gewitter waren seit Wochen ausgeblieben. Häufig am Nachmittag oder Abend schüttelten Sturmböen die Bäume. Aber es blieb nur Wind ohne Regen, so als ob die südlichen Wüsten ihren heißen Atem übers Meer sandten, um das Land mit rotem Staub zu überziehen.

Sina steckte ihr Taschentuch weg und nahm den Wäschekorb wieder hoch, um ihn ins Nebengebäude zu den Wäscherinnen zu bringen. Der Korb war schwer, und Sina war zierlich. Während sie sich mit ihrer Last abquälte, fragte sie sich, wer im Schloss überhaupt Fürst Harolts Anweisung umzusetzen versuchte, Kleidung und Bettwäsche länger zu verwenden als üblich. Wie überall im Land wütete auch im Schloss des Fürsten die Seuche. Sogar Sina als oberste Kammerzofe der Fürstin musste mit den Wäschetransport