Kapitel 1: Die Aufnahmeprüfung an der Akademie
Es war März und seit den Vorfällen im Haus Granvelle waren einige Monate vergangen. Allen half dem Gärtner bei der Arbeit. Obwohl er seit letztem November Gast des Hauses Granvelle war und nicht mehr zur Arbeit verpflichtet war, wollte Allen dies noch tun, bis er zur Akademie aufbrechen musste.
Ah, sind sie jetzt da?
Allen hörte auf, mit den Händen in der Erde herumzuwühlen und ging zur Kutsche, die hinter dem Eingangstor zum Stehen gekommen war. Ein Mädchen mit pinken Haaren sprang heraus.
„Allen!!“
„Hallo Krenna.“
Sie war aus dem Dorf zum Herrenhaus der Granvelles gereist. Als sie Allen erblickte, strahlte sie über das ganze Gesicht. Direkt hinter ihr folgte ein Junge, der mittlerweile noch mehr wie ein Bauerntrampel aussah als früher: Dogora.
„Na, Allen, alles senkrecht?“
„Aber sicher doch, Dogora.“
Dogora war schon immer größer als Allen gewesen, aber jetzt überragte er ihn um einen ganzen Kopf.
In drei Tagen würden die beiden die Aufnahmeprüfung in Akademia ablegen. Viscount Granvelle hatte sie bis zu ihrer Abreise ins Herrenhaus eingeladen. Gut, eigentlich hatte er die Schwertheilige Krenna eingeladen, Dogora war sozusagen eine Art Anhängsel. Beide standen nun mit offenem Mund vor dem dreistöckigen Herrenhaus, das größer war als alles, was sie je zuvor gesehen hatten. Beide hatten nur ein Minimum an Gepäck dabei: ein Bündel mit Kleidern auf dem Rücken und ein abgenutztes Trainingsschwert.
Hm, Pelomus ist also wirklich nicht mitgekommen. Genau wie er gesagt hat.
Pelomus, der Sohn des Dorfvorstehers, besaß ein Kaufmannstalent, was nicht dem Zweck der von der Allianz der fünf Kontinente gegründeten Akademie entsprach. Statt der Akademie würde er eine Handelsschule der Kaufmannsgilde in der Hauptstadt des Königreichs besuchen.
Zwei Monate zuvor hatte Allen seine Familie besuchen dürfen. Er hatte immerhin einiges mitzuteilen. Zum Beispiel, dass er seine Stelle als Hausdiener gekündigt hatte, Gast des Hauses Granvelle geworden war und im April nach Akademia gehen würde und dass sowohl Rodins als auch Geldas Familien künfti