: Ralph Neubauer
: Gier ist ein Luder Südtirolkrimi Band 11
: Athesia-Tappeiner Verlag
: 9788868397760
: 1
: CHF 8.80
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 256
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Der ausgefeilte Tourismusbiotop Südtirols wird durch die Ideen eines erfolgreichen Hoteliers aus Trafoi durchgerüttelt. Die Polizia interessiert sich für ihn, weil die Identität eines toten Hotelgastes aus Schenna nicht zu ermitteln war. Die beiden kannten sich gut und Commissario Francesca Giardi muss Verstrickungen erkennen, um Klarheit zu gewinnen. Dadurch erkennt Vicequestore Fabio Fameo, welche Mächte sich im Hintergrund aufbauen. Die Fassaden werden zwar durchsichtiger, aber auch die Polizia kommt nicht durch die Tür. Die Mendel, Girlan, Trafoi, Stilfs und Schenna sind das weit gesteckte Feld der Handlung dieses Krimis.

Ralph Neubauer, 1960 in Düsseldorf geboren, lebt seit 1987 in Haan im Rheinland. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Vor seiner Pensionierung war er vier Jahre bei Amtsgerichten und 36 Jahre im Justizministerium in Düsseldorf in verschiedenen Positionen tätig. Seit 2010 schreibt er für den Athesia-Tappeiner Verlag die erfolgreiche Reihe Südtirolkrimi, mit der er sich an Geschichte, Tradition, Brauchtum, Lebens- und Denkweise in Südtirol herantastet.

Tag 1


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Das junge Paar hatte eine Romantikwoche im HotelSchennerhof gebucht. Die junge Frau bewunderte die Lichtinstallation im Treppenhaus des Neubaus. »Schau mal«, sagte sie, »all diese Lampen. Wenn du von unten schaust, hast du einen Himmel voller leuchtender Himmelskörper.«

Ihr frisch angetrauter Mann stimmte zu. »Mir gefällt es hier auch supergut. Aber jetzt lass uns das Spa genießen.« Die beiden betraten den Bereich des Hotels, in dem Sauna, Schwimmbad und Massageräume zu finden waren.

»Wo ist der alte Stollen, von dem man uns erzählt hat? Lass uns den zuerst suchen«, sagte die Frau.

Hotelchef Thomas hatte ihnen erzählt, dass früher in Schenna Bergbau betrieben worden war. Beim Bau dieses Hotels hätte man bei Ausschachtungsarbeiten einen alten Stollen freigelegt, den die Gäste zum Entspannen nach der Sauna nutzen können. Es sei ein besonderes Erlebnis, in den Berg hineinzugehen.

Der Stollen reichte ungefähr 15 Meter weit hinein, war spannend ausgeleuchtet und ließ noch erahnen, wie schwierig es gewesen sein musste, ihn in den Berg zu stemmen. Schroff und uneben waren Seitenwände und Decke. Der Weg hinein war für die Hotelgäste komfortabel mit großen Steinplatten geebne