Eingehende Rückblende auf das Leben der königlichen Familie
So großzügig das riesige europäische Reich in jener Zeit auch angelegt war, so entsprach dies der Gesinnung von König Sandanger und seiner Gemahlin Lalande. Auf großem Fuße lebten sie jedoch nicht, obwohl Krapp diesen Vorwurf in seiner hinterhältigen Art verbreitete.
Selbstredend liebte Lalande es, „sich fein zu machen“, wie das Volk es umschrieb. Entsprechend war ihre Garderobe ausgestattet – mit eleganten Kleidern, Morgen- und Nachtgewändern, vieles aus Seide, dazu angemessener Fußbekleidung und was Königinnen sonst noch zu tragen pflegen. Ein großes Thema war auch ihr Geschmeide. Ihrem Wesen entsprechend, trat sie vornehm auf, aber nicht protzig, sondern dezent, und dezent schminkte sie sich auch mit einem Hauch von Puder und leichtem Lippenrot. Eine Vorliebe hatte sie indes für Perlen, und so schmückte sie sich mit Halsketten, Ringen, Ohrringen, auch mit einzelnen Kügelchen aus Perlmutt, mit denen sie ihre zierlichen Ohrläppchen erstrahlen ließ.
Irgendwann kursierte bei Hofe eine kleine Anekdote: Ein zwölfjähriges Mädchen, das zum Hofstaat gehörte, hatte ein großes Frauenohr gezeichnet, das – sogar im Innern des Ohres – mit lauter kleinen Perlen bestückt