2. VonUnternehmensfähigkeiten zuOrganisationsstrukturen
Stellen Sie sich dasRaumschiff Enterprise vor, welches durch die unendlichen Weiten des Weltraums rast, während ihre Besatzung wie koffeinierte Eichhörnchen herumwimmeln. Die Besatzung ist mit den traditionellen Strukturen und Fähigkeiten ausgestattet, d.h. dem Weltraumforscher Jimmy am Steuer, der stets von seinem Ego besiegt wird, dem Ingenieur Freddy mit seinem Hamsterradantrieb, der Navigatorin Nelly mit ihrem Talent, sich in Details zu verlieren, dem Kommunikationsprofi Carl mit seinen Social-Media-Kräften und der Ärztin Mandy, die aus jedem Mückenstich einen Monsterausschlag diagnostiziert. Die Crew ist hoch motiviert und das Raumschiff Enterprise ist bereit für einen wilden Ritt. Egal, wo sie landen, der Flug wird unterhaltsam sein!
Einst ein harmonisches Team, war die Besatzung in einem Geflecht aus Komplexität gefangen, die im Laufe der Jahre durch Upgrades und Modifikationen zugenommen hatte. Je mehr Schwierigkeiten auftauchten, desto mehr versuchte jedes Mitglied, individuelle Lösungen zu finden. Nur führten die meisten Lösungen zu neuen, unvorhergesehenen Herausforderungen und Problemen. Das Navigationsteam, geblendet von ihren fortschrittlichen Sternenkarteninstrumenten, übersah ihre Auswirkung auf das überlastete Stromnetz. Parallel dazu implementierte das Entwicklungsteam im Streben nach mehr Effizienz ein neues Add-on nach dem anderen, denn technische Lösungen stellten das Wundermittel für sämtliche Probleme dar. Ein Blick von außen auf die Enterprise wirkte wie das Treiben in einem geschäftigen Ameisennest, in dem alle Besatzungsmitglieder eifrig an Erweiterungen arbeiteten. Mit fortschreitender Zeit machte sich jedoch Erschöpfung breit und die Rufe nach mehr Besatzungsmitgliedern wurden immer lauter. Die Besatzungsmitglieder beschäftigten sich „plötzlich“ mit interdisziplinären Zusammenhängen und Strukturen, die schwer zu beherrschen waren, aber war das nicht ein schleichender Prozess und benötigt es nicht weitere Mitspieler und Fähigkeiten jenseits der traditionellen Kernkompetenzen?
Der Aufstieg in der Pyramide erfordert neben erheblichen Investitionen in Technologie und Kompetenzen auch einen kulturellen Wandel.