: Etienne Kneschke, Simon Geisenberger
: Mission Possible: The Process Excellence Enterprise A Guidebook For Process Intelligence& Excellence
: Books on Demand
: 9783759739681
: 1
: CHF 8.80
:
: Sonstiges
: German
: 162
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Process Excellence ist kein neues Konzept, sondern nur ein dem Zeitgeist entsprechendes"neues&quo ; Schlagwort für Business Process Management (BPM). Neue und innovative BPM-Technologien als auch die steigende Komplexität, ausgelöst durch globale Lieferketten, zunehmender Digitalisierung und Regulation sowie geopolitischen Spannungen, wiederbeleben Business Process Management und geben diesem Ansatz eine neue Dynamik. Aber reicht es aus, dem Kind einen neuen Namen zu geben und was sind die Gründe dafür, dass dieses Konzept seit Jahrzehnten hinter den Erwartungen zurückbleibt? Um Geschäftsprozesse für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg auszurichten und effizient zu transformieren, bedarf es nicht nur neuer BPM-Technologien, sondern grundlegender organisatorischer Veränderungen. Dieses Buch soll Mut machen, Process Excellence zu erreichen und greift Aspekte auf, die über das traditionelle Geschäftsprozessmanagement hinausgehen, ohne die aber ein erfolgreiches Prozessmanagement und damit eine echte Prozessexzellenz auch in Zukunft nicht möglich sein wird.

Etienne Kneschke ist Executive Director Business Process Management mit umfangreicher Erfahrungen im Geschäftsprozessmanagement und der kontinuierlichen Prozesstransformation. Seine Leidenschaft ist es, Business Process Management (BPM) als holistischen Managementansatz weiterzuentwickeln. Sein Schwerpunkt liegt in der organisatorischen Verankerung von BPM als auch in der Anwendung und Kombination von Process Intelligence und Business Process Management Methoden und Tools zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Überdies liegt sein Fokus in der Einbindung weiterer Managementsysteme zu einem integrierten Managementsystem.

2. VonUnternehmensfähigkeiten zuOrganisationsstrukturen


Stellen Sie sich dasRaumschiff Enterprise vor, welches durch die unendlichen Weiten des Weltraums rast, während ihre Besatzung wie koffeinierte Eichhörnchen herumwimmeln. Die Besatzung ist mit den traditionellen Strukturen und Fähigkeiten ausgestattet, d.h. dem Weltraumforscher Jimmy am Steuer, der stets von seinem Ego besiegt wird, dem Ingenieur Freddy mit seinem Hamsterradantrieb, der Navigatorin Nelly mit ihrem Talent, sich in Details zu verlieren, dem Kommunikationsprofi Carl mit seinen Social-Media-Kräften und der Ärztin Mandy, die aus jedem Mückenstich einen Monsterausschlag diagnostiziert. Die Crew ist hoch motiviert und das Raumschiff Enterprise ist bereit für einen wilden Ritt. Egal, wo sie landen, der Flug wird unterhaltsam sein!

Einst ein harmonisches Team, war die Besatzung in einem Geflecht aus Komplexität gefangen, die im Laufe der Jahre durch Upgrades und Modifikationen zugenommen hatte. Je mehr Schwierigkeiten auftauchten, desto mehr versuchte jedes Mitglied, individuelle Lösungen zu finden. Nur führten die meisten Lösungen zu neuen, unvorhergesehenen Herausforderungen und Problemen. Das Navigationsteam, geblendet von ihren fortschrittlichen Sternenkarteninstrumenten, übersah ihre Auswirkung auf das überlastete Stromnetz. Parallel dazu implementierte das Entwicklungsteam im Streben nach mehr Effizienz ein neues Add-on nach dem anderen, denn technische Lösungen stellten das Wundermittel für sämtliche Probleme dar. Ein Blick von außen auf die Enterprise wirkte wie das Treiben in einem geschäftigen Ameisennest, in dem alle Besatzungsmitglieder eifrig an Erweiterungen arbeiteten. Mit fortschreitender Zeit machte sich jedoch Erschöpfung breit und die Rufe nach mehr Besatzungsmitgliedern wurden immer lauter. Die Besatzungsmitglieder beschäftigten sich „plötzlich“ mit interdisziplinären Zusammenhängen und Strukturen, die schwer zu beherrschen waren, aber war das nicht ein schleichender Prozess und benötigt es nicht weitere Mitspieler und Fähigkeiten jenseits der traditionellen Kernkompetenzen?

Der Aufstieg in der Pyramide erfordert neben erheblichen Investitionen in Technologie und Kompetenzen auch einen kulturellen Wandel.