Mein Rudel
Mein geliebtes Rudel, meine Sammlung an liebevoll verrückten Therapeuten auf vier Pfoten. Denn das sind meine Hunde für mich. Egal, wie auch immer es mir geht, ob körperlich, oder psychisch angeschlagen, niemals wird man mich maulig oder zerknautscht auf einem Schlitten stehen sehen. Danach kippe ich im Zweifel tot um, aber solange ich darauf stehe, „was kostet die Welt“, „was ist noch hinter dem nächsten Bergkamm“. Fangen wir also mit meinen Hunden an.
Sharon, die erste im Bunde. Sie war eine hoch dominante, agile Hündin, aus Lanzarote. Dort hatte sie auf der Straße gelebt und ist dann in die Tötungsstation gekommen. Übernommen habe ich sie von „Nordische in Not“. Ich wollte eine, soziale Husky Hündin. Bekommen habe ich eine Hündin die ganz genau wusste, was sie wollte und sich zu prügeln verstand. Trotz, dass ich bis zu dem Zeitpunkt schon gut 300 Huskies trainiert hatte, brachte sie mich oft an meine Grenzen. Regieren und führen tat sie ihr späteres Rudel gnadenlos, aber sicher. Sie setzte sich für ihre Jungs (Flint und Jack) gegenüber anderen bedingungslos ein. Sie behielt ihren Status als Leithündin bis zur allerletzten Sekunde. Wir fuhren damals unsere letzte Tour der Saison mit dem Schlitten und sie wusste eine weitere schafft sie nicht. An noch diesem Abend stellte sie das Fressen ein und war mit nichts mehr dazu zu bewegen. Zwei Wochen später starb sie dann. Gnadenlos bis zur letzten Sekunde, auch gegenüber sich selbst. Auch wenn es natürlich weh tut, bringt es mich zum Lächeln, sie hat es durchgezogen, ein stolzer Husky!
Flint, mein kleines Stelzentier. Er war die Seele auf Erden, um es vorneweg zu nehmen. Auch ihn hatte ich von „Nordische in Not“. Er war im Zwinger mit einer anderen hoch dominanten Hündin und genau dies war der Ausschlag, dass ich ihn nahm. Mein Gedankengang war, kommt er mit ihr dort klar, kommt er auch mit meiner Sharon klar. So simpel kann das manchmal laufen. Als er zu mir kam konnte er kaum