: Isabella Farkasch
: Märchen für mehr Gelassenheit 3 Minuten, um den Tag entspannt loszulassen. Märchenbuch mit Gute-Nacht-Geschichten für Erwachsene: Innehalten und Kraft schöpfen mit kurzen Märchen
: Goldegg Verlag GmbH
: 9783990604045
: 1
: CHF 8.80
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: Entspannung, Yoga, Meditation, Autogenes Training
: German
: 168
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Bezaubernde Märchen mit Wirkung: Eintauchen und sich geborgen fühlen

Den Alltag abschütteln, Gelassenheit erlangen und sich auf das Positive besinnen: Märchen besitzen eine einzigartige Kraft. Märchenerzählerin Isabella Farkasch weiß, diesen Schatz zu heben. Ihre kurzen Geschichten erzählen von Gut und Böse, Liebe, Treue, Güte, Mut und Freundschaft. So hilft sie ihren Leserinnen und Lesern dabei, den Tag loszulassen und gestärkt den eigenen Möglichkeiten zu vertrauen.

  • Neue Märchen von der erfolgreichen Autorin der Raunächte-Bücher Isabella Farkasch
  • Geschichten von Feen, Wichteln und Riesen - auch zum Vorlesen für Erwachsene
  • Selbstfürs rge: Erzählungen, die das Vertrauen in die eigene Wirkmächtigkeit steigern
  • Mentale Resilienz: Auswege aus belastenden Situationen finden
  • Kurze Märchen für Erwachsene: Lesend Stress abbauen und das positive Denken stärken
Inne e Ruhe und neue Kraft finden: Märchenhelden zeigen den Weg!

Autorin Isabella Farkasch liebt Märchen für eine Besonderheit: Sie vermitteln den Lesenden, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt. Die Märchenfiguren treibt genau diese Überzeugung an: Etwas möglich machen, das zunächst unmöglich erscheint. Auch Wünschen entwickelt Zauberkraft - nicht umsonst fangen manche alte Märchen mit dem Satz »Als das Wünschen noch geholfen hat« an!

Dieses kleine Geschenkbuch entführt Sie aus dem täglichen Stress und den Belastungen des Alltags: Gönnen Sie sich und anderen eine märchenhafte Auszeit!



Isabella Farkasch, die Märchenerzählerin schenkt in ihren Büchern die wunderschönsten Märchen, die Leser:innen verzaubern und in fantasievolle Welten eintauchen lassen. Als Bühnenbildnerin, kreative Lebens- und Karrierebegleiterin und Gedanken-Recyclerin, weiß sie, wie sie vielfältige Methoden einsetzen kann, um übervolle Gedankenspeicher zu leeren und immer neu zu nützen. Dadurch gelingt es, das unbekannte Selbst zu entdecken und überraschende Perspektiven zu gewinnen. Die vielseitige Künstlerin beschäftigt sich mit der besonderen Kraft von intuitiv geschriebenen Märchen, die neue Blickwinkel eröffnen und dabei ganz herrlich den Geist entspannen. Von der Autorin erschienen im Goldegg Verlag die erfolgreichen Bücher zu den Raunächten. Mission-Statement: 'Märchen sind die schönste Möglichkeit, der Fantasie Raum zu geben und den Alltag hinter sich zu lassen.'

Von der Heilkraft des Lachens


Ohne die Fähigkeit, heiter zu sein,
ist keine Freiheit denkbar.

Christian Morgenstern

Es war einmal ein kleines grünes Männchen mit gelbem Hut und roter Feder darauf. Es lebte in den Feldern, die rund um ein Dorf angelegt waren, das ganz unbemerkt am Rande der Welt lag. Die Menschen, die in diesem Ort lebten, waren friedliche Bauern und Handwerkerinnen, alles, was sie zum Leben benötigten, gedieh auf ihren Äckern oder wurde von ihnen hergestellt. Ein Wald schirmte den Ort von anderen menschlichen Ansiedlungen ab. Er lieferte Brennholz und Beeren und gelegentlich auch einen Braten für ein Festmahl. Der Gelegenheiten gab es viele – die Leute feierten Hochzeiten oder eine Geburt, und wenn jemand gestorben war, dann kamen sie zusammen, um gemeinsam zu speisen und des fehlenden Gemeindemitglieds zu gedenken.

Am Rande des Dorfes lebte ein alter Mann, niemand wusste, wie lange schon. Er hatte alle Kinder des Dorfes aufwachsen sehen und wusste von alten Zeiten zu erzählen. Er besaß ein Buch, ein sehr dickes. Er liebte es, darin zu lesen, und bemühte sich redlich, die Kinder des Dorfes das Lesen zu lehren. Doch die meisten liefen lieber in der freien Natur herum und spielten in den Wiesen, sie zogen es sogar vor, den Eltern auf den Feldern zu helfen. Nur selten gelang es dem Lehrer, eines der Kinder für die Kunst des Lesens zu begeistern. Meist waren es Mädchen, die dann auch schreiben lernen wollten, um die Gedanken, die in ihren Köpfen herumkreisten, ein wenig ordnen zu können.

Das grüne Männchen beobachtete diese Lernstunden gerne. Es hatte den alten Mann schon als Kind gekannt, als dieser selbst erst das Lesen gelernt hatte. Denn das grüne Männchen war noch viel, viel älter als alle anderen Dorfbewohner und Dorfbewohnerinnen zusammen. Seine Aufgabe war es, gutes Einvernehmen mit den Pflanzen zu pflegen. Sie keimten aus den Samen, die alljährlich auf den Feldern ausgebracht wurden, sobald die ersten Sonnenstrahlen sich anschickten, den Boden zu wärmen, und die Wolken ihre erfrischenden Tränen auf diesen herabfallen ließen. Beides belebte die Samen, die Wärme des Bodens ebenso wie der Regen. Dann gab es kein Halten mehr, das zarte erste Grün drang mit aller Kraft durch die schützende Erdschicht. Es wollte zur Sonne, von der der Same schon so viel erzählt hatte. Kaum aber blinzelten die jungen Pflanzen hervor und lachten der Sonne entgegen, war es für das Männchen an der Zeit, jede einzelne kennenzulernen und darauf zu achten, dass es allen gut ging. Denn mit den ersten Sonnenstrahlen war es noch lange nicht getan, zu dieser Jahreszeit fiel nicht nur Regen, sondern manchmal auch sein kalter Bruder, der Schnee. Dafür musste es sie wappnen, sie wissen lassen, dass der kurzen Zeit der Kälte wieder Sonne folgen würde, worauf sie ihr Wachstum getrost weiterführen konnten. Es erzählte ihnen, dass kostbare Samen an ihren Spitzen entstehen würden, wenn sie einmal groß gewachsen wären. Die würden dann weiterverarbeitet werden, um die Menschen des Dorfes zu sättigen. Ebenso erfuhren sie, dass einige von ihnen im kommenden Jahr wieder in die Erde durften. Sie wären es dann, die dort von der Sonne und dem Keimenwollen erzählen würden. So war das Männchen ständig geschäftig, nur im Winter, wenn die Natur ruhte, konnte es ein wenig rasten.

An solchen kurzen Tagen und in den langen Nächten erinnerte es sich der alten Zeiten, auch daran, als der alte Lehrmeister des Dorfes noch ein Bub gewesen war. Wie alle anderen hatte er es geliebt, zu spielen oder ein bisschen da und dort auf den Feldern und im Haus zu helfen. Außerdem war er bekannt dafür gewesen, Schabernack zu treiben. Meist hatten die Geneckten dann mit ihm gelacht. Wie hilfreich Lachen sein kann, hatte er dabei auch gelernt, und das war eines Tages auch seine Rettung gewesen.

Damals lebte am Waldrand noch eine alte Frau, sie sammelte Holz und brachte es den Dörflerinnen. Dafür erhielt sie Essen und, wenn nötig, auch Kleidung. Gern setzte sie sich zu den Bäuerinnen auf ein Schwätzchen. Sie kannte allerlei Geschichten von Zwergen und Elfen, auch von einem mächtigen Zauberer und einer gekränkten Fee wusste sie zu erzählen. Schnell fanden sich dann die Kinder ein und hingen an ihren Lippen – so auch der Bub, der jederzeit bereit war, sich einen neuen Scherz auszudenken.

Als die Alte wieder einmal vom Magier und der gekränkten Fee erzählte und immer noch nicht verriet, was diese so gekränkt hatte, überlegte er, wie er es anstellen konnte, dass Magier und Fee wirklich bei ihnen im Dorf auftauchten. Vielleicht würden sie dann erfahren, was die Fee so getroffen hatte. Aus den Erzählungen der Alten wusste er ja schon so manches, was Feen gern mögen. Scherze gehörten jedenfalls dazu. Mit der Fee sich zu einigen sollte ihm daher nicht schwerfallen. Was den Magier anging, da grübelte er noch. Der konnte alles herbeizaubern, was er so benötigte, und ob der Scherze mochte, bezweifelte der Bub. Vielleicht brauchte er eine komplizierte Aufgabe, um sich aus seinem Reich hinauszubewegen? Oder ging es vielmehr darum, in sein Reich einzudringen? Nur indem er es