„Wieso machst du dich an meinen Freund ran?“ Ich wollte noch nicht einmal auf ihre Poolparty und nun kann ich mir schon wieder Lucias Wahnvorstellungen anhören, die sie tagtäglich mit jedem teilen musste. Mit eisigem Blick musterte sie mich und wartete auf eine Antwort, doch mehr als ein Lächeln würde sie nicht von mir bekommen. Ich machte es mir mittlerweile zur Aufgabe, sie zu belächeln und zu provozieren. Es war jedes einzelne Mal wie in einer Irrenanstalt, wenn sie damit begann, mich zu beschuldigen, dass ich mich schon wieder an ihren Freund herangemacht habe. Und es amüsierte mich zutiefst. Wie zu erwarten, machte sie das umso wütender. Ich meinte fast ein paar Rauchwolken aus ihren Ohren aufsteigen zu sehen und musste unweigerlich laut loslachen. Amüsiert betrachtete ich sie, wie sie mit beiden Armen verschränkt vor mir stand und ihre Augen vor Wut funkelten. Würden Blicke töten können, wären vermutlich sämtliche Personen auf dieser Party bereits umgefallen und sie hätte ihre Seelen bestimmt in sich aufgesaugt. Ob sie meine Seele auch begehrte?
„Jetzt beruhige dich doch. Ich habe nichts mit deinem überheblichen und arroganten Freund. Behalte deine Wahnvorstellungen bitte für dich und hol dir endlich Hilfe, Lucia. Wie oft wir dieses Thema eigentlich durchkauen müssen, ist schon gespenstisch. Schön langsam ist es nur mehr lächerlich. Komm runter von deinem hohen Ross und werde endlich lockerer.“, ich versuchte es ihr gelassen und möglichst ohne Lachen zu vermitteln. Es fiel mir irrsinnig schwer, gelassen zu bleiben und mich nicht un