Der Weg zum Japanpapier
Endlich hatte ich die Möglichkeit, Japanpapier herzustellen. Und ich musste es nicht einmal selbst machen, denn Lutz würde es als einen Teil der Aufnahmeprüfung für mich erledigen. Hervorragend!
Nach dem Treffen mit dem Kaufmann lief ich hüpfend nach Hause. Ich hatte das Gefühl, dass ich einen Eiskunstlaufsprung mit anderthalbfacher Drehung hinbekommen würde.
„Ehehe. Hehe.“
„Schön, dass du so gut gelaunt bist, Myne. Aber freu dich lieber nicht zu sehr, sonst kriegst du wieder Fieber.“
„Wie könnte ich mich nicht freuen, jetzt, wo wir endlich Papier herstellen können! Wir können jetzt Papier herstellen! Und wenn wir Papier haben, können wir auch Bücher machen! Juhu!“
Endlich war ich den Büchern nähergekommen, wie sollte ich mich da nur beruhigen? Während ich herumhüpfte, seufzte Lutz ratlos.
„Das würde ich ja gerne machen, aber wie? Ich habe keinen blassen Schimmer. Brauchen wir denn kein Werkzeug? Schaffen wir das wirklich?“
Mit Lutz’ ernsten Fragen und Seufzern verflüchtigte sich die unbeschwerte Atmosphäre.
Als ich wieder in der Realität ankam, wurde ich ganz blass. Ich kannte die einzelnen Schritte der Herstellung von Japanpapier und ihre Reihenfolge, ich hatte auch die Namen der Werkzeuge im Kopf, weil ich Bücher über aussterbende Berufe und Werkzeuge gelesen hatte. Aber ich wusste nicht mehr genau, wie man die Werkzeuge anfertigte, die man für die Herstellung von Japanpapier brauchte. Denn ohne Werkzeuge kein Papier.
Oh Mann, muss ich mir etwa erst die Werkzeuge besorgen? Ach, mein Wissen war wie i