Kapitel1
Die Luft war so dick von dem Zigarettenrauch, dass ich sofort zu husten begann. In mir hallte der Bass wider, der aus den Boxen dröhnte. Rechts auf dem Sofa saßen Männer, die mir zunickten. Sie trugen schwere Stiefel, Lederwesten, rauchten und tranken. Viel mehr erkannte ich nicht, weil das Licht im Inneren des Gebäudes nur spärlich war. Eine Diskokugel reflektierte das des einzigen Scheinwerfers, der passend im Takt der Musik umherleuchtete.
Ich kniff die Augen zusammen und war nicht imstande, den Fremden zuzulächeln, denn all diese Eindrücke regneten auf mich nieder. Alices Arm um meiner Schulter gab mir Halt. Und Kennys Blicke, die immer wieder zu mir wanderten, auch wenn ich mir sicher war, dass er diese Kneipenatmosphäre ebenso begierig aufsog wie ich selbst.
Wir passierten das große Sofa. Als einer der Männer aufstand, gab Alice ihm nur ein kaum wahrnehmbares Zeichen und er setzte sich wieder. Links befand sich eine Bar mit Hockern, auf denen zwei Frauen saßen, die in ein Gespräch vertieft zu sein schienen. Die Brünette mit den vielen Piercings sah kurz zu uns und lächelte. Ich versuchte es zu erwidern, kam mir aber wie ein trauriger Clown vor, der den Schein aufrechterhielt, weil es sein Job war.
Wir gingen weiter geradeaus und betraten eine Tanzfläche, auf der eine einzelne Person tanzte. Sie warf ihre roten Haare von rechts nach links, ließ zu den rauen Gitarrenklängen die Hüften kreisen und war so in ihrer eigenen Welt, dass sie nicht bemerkte, wie wir uns an ihr vorbeizwängt