: Marcus Weber
: Werner Michl, Holger Seidel, Janne Fengler
: Erlebnispädagogik in der Grundschule 89 Aktionen und Spiele
: Ernst Reinhardt Verlag
: 9783497618941
: & lernen
: 3
: CHF 20.80
:
: Schulpädagogik, Didaktik, Methodik
: German
: 141
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Kinder verbringen heute oft bis zu acht Stunden pro Tag in der Grundschule. Spiele und Übungen zum Kennenlernen, zur Förderung von Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung und Vertrauen verbessern das soziale Klima in der Klassen- und Schulgemeinschaft. Erlebnispädagogische Aktionen können leicht in den Grundschulalltag eingebaut werden und einen wichtigen Beitrag zur Team und Kooperationsförderung leisten. Wie LehrerInnen Raum und Zeit dafür finden und in nur 45 Minuten erlebnispädagogisch arbeiten können, zeigt der Autor ganz praktisch. Das Buch stellt 89 Aktionen und Spiele für drinnen und draußen vor, mit denen die Sozialkompetenz von GrundschülerInnen spielerisch gefördert werden kann. Jede Aktion ist in eine motivierende, fantasievolle Geschichte eingebettet.

Marcus Weber, Dipl.-Sozialpädagoge mit dem Schwerpunkt Freizeitpädagogik, arbeitete als pädagogische Leitung im Offenen Ganztag an mehreren Grundschulen in Neuss und Düsseldorf. Aktuell bietet er Workshops und Seminare zum Thema Erlebnispädagogik in Grundschulen und Kindertagesstätten an.

2 Anleitung zur Umsetzung der Aktionen

2.1 Die Rolle der Spielleitung

Bei der Umsetzung erlebnispädagogischer Aktionen zur Förderung von Team- und Kooperationsfähigkeit wird der Fachkraft die Rolle der Spielleitung zugewiesen. In dieser Funktion übernimmt die Fachkraft verschiedene Aufgaben, die für eine erfolgreiche Umsetzung eines solchen Angebotes unumgänglich sind.

Auswahl von Aktionen

Gleich zu Beginn der Vorbereitung von erlebnispädagogischen Aktionen zur Team- und Kooperationsförderung sieht sich die Spielleitung mit einer der wichtigsten Aufgaben konfrontiert: der Auswahl einer geeigneten Aktion. Hierbei stellt sich vor allem die Frage, was die Klasse, mit der das Angebot durchgeführt werden soll, zu leisten im Stande ist. Zu berücksichtigen sind zum einen die Jahrgangsstufe und zum anderen die Vorerfahrungen der Klasse. Gerade bei Schülern der Klassen 1 und 2 dürfen die Anforderungen noch nicht zu hoch gesteckt werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass aufkommende Frustration bei Rückschlägen den Gesamtprozess negativ belastet und Lernerfolge zu kurz kommen. Außerdem sollten die Aufgaben nach Möglichkeit viele Schüler gleichzeitig in Aktion bringen, da ansonsten das Aufkommen von Langeweile droht und der angestrebte Gruppenprozess durch störendes Randgeschehen unnötig gefährdet wird.

Bei älteren Jahrgängen und bei bereits erfahrenen Klassen stellt sich vor allem die Frage, wie der Spielleiter die Klasse herausfordern und aus ihrer Komfortzone locken kann. Haben Klassen bereits über einen längeren Zeitraum an ihrer Fähigkeit zur Team- und Kooperationsfähigkeit gearbeitet, gehen sie die ihnen gestellten Aufgaben häufig mit einer „siegessicheren Gelassenheit“ an. Dies kann dazu führen, dass Schüler solche Aktionen als zu langweilig empfinden und das Interesse an einer zielorientierten Beteiligung verlieren. Daher sollten ab Jahrgangsstufe 3 möglichst unbekannte Aktionen angeboten werden, die die Klasse immer wieder aufs Neue herausfordern, bzw. solche Aktionen, die bei den Schülern sehr beliebt sind und von ihnen immer wieder eingefordert werden.

Vorbereitung der Aktion

Hat man sich für eine Aktion entschieden, muss überlegt werden, an welchem Ort diese stattfinden soll und kann. Viele in diesem Buch aufgeführte Aktionen eignen sich sowohl für das Außengelände von Schulen als auch für den Einsatz im Klassenzimmer oder weiteren Schulräumen wie beispielsweise Schulfluren, Aula oder Turnhalle. Da sich die örtlichen Bedingungen jedoch von Schule zu Schule sehr unterschiedlich darstellen, ist vorab genau zu prüfen, ob eine Umsetzung in der aufgeführten Form möglich ist.

Während des Schulvormittags ist zusätzlich darauf zu achten, dass der Unterrichtsverlauf der anderen Schulklassen nicht störend beeinträchtigt wird. Es empfiehlt sich, im Vorfeld das Lehrerkollegium zu informieren, wenn solche Aktionen innerhalb des Schulgebäudes durchgeführt werden sollen. Im nächsten Schritt muss das Material für die Durchführung bereitgelegt werden. Dabei ist darauf zu achten, ob dieses in a