Natürlich unterscheiden wir verschiedene Blitze aufgrund ihrer unterschiedlichen Erscheinungsformen und ihrer Eigenschaften voneinander. Die bekanntesten Blitzarten findet ihr im Folgenden Abschnitt kurz beschrieben.
Wolkenblitz
Der Wolkenblitz ist wohl die am häufigsten auftretende Spannungsentladung einer Gewitterwolke. Er findet lediglich im inneren der Gewitterwolke oder zwischen den Wolken statt und ist deswegen für den Beobachter oft nicht gut zu sehen. Wie wir bereits gelernt haben, prallen im inneren einer Gewitterwolke herabfallende Graupelkörner auf noch aufsteigende kleinere Eiskristalle. Dabei entsteht Reibung und es kommt zu einer elektrostatischen Aufladung der Gewitterwolke. Genauer gesagt, entreißen die herabfallenden Graupelkörner den aufstrebenden Eiskristallen Elektronen, was dazu führt, dass nach kürzester Zeit oben die positiv geladenen Teilchen in der Wolke sind, wohingegen sich im unteren Teil mehr negativ geladene Teilchen befinden. Es kommt zu einem mächtigen Spannungsunterschied von mehreren Millionen Volt (siehe Kapitel: Exkurs Elektrizität auf Seite→f) im inneren der Gewitterwolke. Überschreitet dieser Ladungsunterschied zwischen dem oberen und dem unteren Teil der Wolke einen bestimmten Wert - abhängig von der Größe der Wolke und der Menge an in der Wolke
Gespeichertem Wasser - kommt es zum so genannten Potentialausgleich. Diesen Potentialausgleich nehmen wir als einen Blitz im inneren der Wolke beziehungsweise zwischen zwei Wolken wahr. Oftmals können diese Wolkenblitze mit bloßen Augen nicht klar erkennbar sein, häufig ist eher ein kurzes Aufblitzen eines Teiles der Gewitterwolke auszumachen. Man bezeichnet dies auch als so genanntes Wetterleuchten. (Siehe auch: Wetterleuchten auf Seite→). Wolkenblitze haben eine S