Jacqueline Mayerhofer
Die Kanon-Zeitschleife
München, 2024
»Ich hab’s!« Lea betätigte den Hebel für die Inbetriebnahme. Adrian und sie hatten Jahre investiert, um die Maschine zu reparieren, die sie in einer der verlassenen Ruinen in einem Kellerabteil eines früheren Forschungslabors gefunden hatten. Schon als Kinder hatten sie sich in der Gosse bis zum Erwachsenenalter durchgeschlagen und aufeinander aufgepasst. Adrian war der beste Hacker, den Lea kannte. Und sie keine üble Netrunnerin, wenn es darum ging, die Gefilde des Cyberspace wie ihre eigene Westentasche zu kennen.
»Hast du kontrolliert, ob die integrierten Teilchenbeschleuniger innerhalb der vorgegebenen Kopplungsparameter liegen?«, fragte Adrian. »Andernfalls gehen nicht nur wir drauf, sondern so ziemlich alle. Quantenmechanik ist ein heißes Gebiet.«
Sie verdrehte die Augen. »Das weiß ich.«
»Ich will dich nicht belehren, aber die Konsequenzen, wenn wir versagen, sollten wir trotzdem im Kopf behalten.«
Lea zog ihn zum Fenster. Sie befanden sich in einer Lagerhalle, die sie seit geraumer Zeit bewohnten, um an der Maschine zu arbeiten. »Das dort draußen ist die Hölle«, sagte sie und ließ Adrian