Kopfschmerz hat den Menschen wahrscheinlich von Anbeginn begleitet. Neben mystischen Zuordnungen finden sich bereits in der Antike Beschreibungen unterschiedlicher Kopfschmerzen, Überlegungen zu Entstehungsmechanismen und Therapievorschläge.
Begleiten Sie uns auf einer Kopfschmerz-Zeitreise von der Steinzeit bis in die Gegenwart!
STEINZEIT
Ein Schädel aus der Jungsteinzeit um 7000 v. Chr. (Abb. 1) und ein ähnlicher Fund in Anatolien könnten die ersten Zeugnisse einer Kopfschmerzbehandlung sein. Auch wenn wir den Grund für die Schädeltrepanationen, die chirurgische Öffnung des Schädels, naturgemäß nicht kennen, so ist es durchaus denkbar, dass unerträgliche Kopfschmerzen Anlass für die Eingriffe waren. Zweifelsfrei ist erkennbar, dass die Patient:innen den Eingriff überlebt haben, weil die Ränder der Öffnung auf einen Heilungsprozess hinweisen.
Abb. 1: Schädeloperation in der Jungsteinzeit.
ALTES ÄGYPTEN
In einem ägyptischen Papyrus aus der Zeit um 1200 v. Chr. wurde der Heiler angewiesen, ein Krokodil aus Ton mit etwas Getreide im Maul zu fertigen und eine Beschwörung über diese Figur zu sprechen. Danach sollte ein Streifen aus Leinen mit den Bildern von Göttern beschriftet, das Krokodil am Kopf des Patienten befestigt und dieselbe Formel ein zweites Mal gesprochen werden. Das Ritual sollte auf magische Weise den Schmerz in die Tonfigur übertragen.
Auch wenn wir Kopfschmerzen längst nicht mehr auf böse Geister zurückführen, ist über die Jahrtausende eines gleich geblieben: die enorme Bedeutung der Zuwendung von Ärzt:innen an ihre Patient:innen.
MESOPOTAMIEN
Im 7. Jahrhundert v. Chr. wurden tausende Texte aus allen Ecken des assyrischen Reiches in die Hauptstadt Niniveh gebracht und damit die erste Bibliothek der Menschheitsgeschichte geschaffen.
Unter den Schriften fand sich das Gilgamesch-Epos ebenso wie medizinische Texte und Keilschrifttafeln mit der Überschrift „Wenn der Schädel eines Mannes Hitze (Fieber) enthält“. In einem ersten Schritt sollten „Kopfschmerzen“ mit Verbänden und einer Beschwörung behandelt werden. Blieb dies erfolglos, brauchte es spezielle Therapien. Der Heiler sollte nach der Erstellung der Diagnose eine Gans opfern, einige ihrer Körperteile in das Harz einer Pflanze mischen, diese Mischung mit einer Beschwörung magisch anreichern und das Haupt des Patienten damit salben, um den „Kopfschmerz“ auszurotten.
GRIECHISCHE UND RÖMISCHE ANTIKE
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