: D.C. Odesza, Lisa F. Olsen, Sarah Saxx
: Love Between the Pages Anthologie. 18 Romance-Geschichten
: Books on Demand
: 9783759737915
: 1
: CHF 2.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 300
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wir alle brauchen Bücher in unserem Leben - nicht nur, um in fremde Welten abzutauchen, sondern auch, um uns zwischen den Buchseiten zu verlieren - und dort vielleicht sogar die Liebe zwischen den Zeilen zu finden ... In dieser Anthologie erwarten dich besondere Begegnungen, die am Ende immer eins gemeinsam haben: die Liebe zu Büchern. Die Geschichten der Autor*innen nehmen dich mit auf eine Reise zu besonderen Buchclubs, magischen Bibliotheken und einem Bücherbus, dessen Geschichten eine ganze Stadt verzaubert. Dich erwarten außerdem handgeschriebene Notizen zwischen verstaubten Buchseiten, neu entfachte Liebe, heimliche Küsse und Verbindungen, die selbst Jahre und Realitäten überstehen: Überall steckt Liebe zwischen den Zeilen. Romantisch, spicy oder mit einem Hauch Fantasy! Der Erlös aller verkauften Exemplare wird an Fairchance gespendet, einer Stiftung zur Sprachförderung.

D.C. ODESZA - ist das Pseudonym einer jungen, deutschen Autorin. In ihren Romanen gibt es keine Tabus. Die Szenen werden ausführlich und abwechslungsreich umgesetzt mit einem Hauch an BDSM, Thriller-Elementen und unvergleichbarem Dark-Anteil.

MATTI LAAKSONEN


Rand
NOTIZ


Eines der nervigeren Dinge, die er als wissenschaftliche Hilfskraft in der Institutsbibliothek zu erledigen hatte, war der abendliche Rundgang durch die verlassenen Räume. Die Studierenden ließen die Fachliteratur oftmals einfach an ihrem Arbeitsplatz liegen, anstatt sie zurück in die Regale zu stellen, obwohl auf sämtlichen Schildern ausdrücklich darum gebeten wurde.

Kaum älter als viele der Studierenden kam Severin sich manchmal vor, als müsse er permanent seinen rebellischen Kindern hinterherräumen, die längst hätten erwachsen sein sollen.

Auch heute lagen ein paar Bücher auf den Holztischen, an denen schon so viele Generationen von Studierenden gesessen hatten; vermutlich hatten die Hiwis früher dieselben Probleme verflucht wie er. Und die Studierenden sowieso. Eine Duftkombination aus Angstschweiß, Prüfungsstress und durchgeackerten Nächten vermischte sich hier mit dem Geruch von Druckertinte, Papier und Staub. Severin liebte diese Atmosphäre mit jeder Faser seines Körpers. Besonders die stillen Momente, wie er sie nur kurz vor oder nach den Öffnungszeiten erlebte.

Die Dielen unter seinen Sohlen knarrten, als er einen dicken Wälzer über die Stichbandkeramik in Böhmen zurück in das längst durchgebogene Regalbrett schob und sich dafür auf die Zehenspitzen stellen musste. Den nächsten Band quetschte er auf Augenhöhe in eine nur scheinbar viel zu kleine Lücke