: Harlan Coben
: Nichts ruht für immer Thriller
: Goldmann Verlag
: 9783641322151
: Myron-Bolitar-Reihe
: 1
: CHF 12.60
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 416
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wenn die Vergangenheit nicht nur ein Schatten ist, sondern zu einer realen Bedrohung wird …

Ein grausamer Doppelmord erschüttert New York. Schnell präsentiert das FBI einen Verdächtigen: den berühmten Ex-Basketball-Profi Greg Downing. Als der Privatermittler Myron Bolitar davon erfährt, ist er vollkommen fassungslos. Denn Greg – sein ehemaliger Klient und ein guter Freund – ist seit drei Jahren tot. Von Gregs Unschuld überzeugt, steht für Myron fest: Er wird nicht eher ruhen, bis er die Wahrheit herausgefunden und den Namen seines Freundes reingewaschen hat. Doch als er beginnt, in der Vergangenheit zu graben, stößt er auf ein undurchdringliches Netz aus Rache und Intrigen und gerät selbst in größte Gefahr …

Harlan Coben ist Nr.1- Spiegel- und Nr.1-New-York-Times-Bestselle autor und einer der international erfolgreichsten Autoren. Seine Thriller wurden in 46 Sprachen übersetzt, erreichten in über einem Dutzend Länder Platz 1 der Bestsellerlisten und haben sich weltweit mehr als 90 Millionen Mal verkauft. Seine Myron-Bolitar-Reihe wurde mit den drei bedeutendsten Krimipreisen ausgezeichnet – dem Edgar Award, dem Shamus Award und dem Anthony Award. Coben ist zudem Urheber und Produzent zahlreicher TV-Serien, darunter der Nr.1-Netflix-Hits: Ich vermisse dich und In ewiger Schuld.

eins


Myron Bolitar telefonierte gerade mit seinem achtzigjährigen Vater, als die beidenFBI-Agenten kamen, um ihn wegen des Mordes zu vernehmen.

»Deine Mutter und ich …«, sagte sein Vater gerade in seinem Alterswohnsitz in Boca Raton, »… habenEdibles für uns entdeckt.«

Myron blinzelte. »Halt, was?«

Er saß in seinem neuen Penthouse-Büro ganz oben in Wins Wolkenkratzer an der Ecke 47th Street und Park Avenue. Jetzt drehte er seinen Stuhl, um aus den raumhohen Fenstern zu sehen. Es war eine ziemlich fantastische Aussicht auf den Big Apple.

»Cannabis-Fruchtgummis, Myron. Deine Tante Miriam und Onkel Irv haben sie uns empfohlen – Irv meinte, sie hätten bei seiner Gicht geholfen –, also haben deine Mutter und ich uns gedacht, wieso nicht, probieren wir sie mal aus. Kann doch nicht schaden, oder? Hast du schon malEdibles probiert?«

»Nein.«

»Das ist sein Problem.« Das war Myrons Mutter, die im Hintergrund halb krächzte, halb schrie. So machten sie das immer – ein Elternteil am Telefon, das andere als Co-Kommentator. »Gib mir das Telefon, Al.« Und dann: »Myron?«

»Hi, Mom.«

»Du solltesthigh werden.«

»Wenn du das sagst.«

»Probier es mit der Stevia-Variante.«

Dad: »Sativa.«

»Was?«

»Sie heißt Sativa. Stevia ist ein Süßstoff.«

»Oho, sieh nur, wie dein Vater auf einmal mit seinem Haschischwissen rumprahlt. Mr Hippie persönlich!« Dann wieder zu Myron: »Ich meinte Sativa. Probier das mal.«

»Okay«, sagte Myron.

»Die Indica-Variante macht einen müde.«

»Ich werd’s im Hinterkopf behalten.«

»Weißt du, wie ich mir merke, was was ist?«, fragte Mom.

»Ich wette, du wirst es mir gleich erzählen.«

»Indica wirft dichIn-die-Couch. Das ist die einschläfernde Sorte. Klar?«

»Klar.«

»Sei nicht so spießig. Dein Vater und ich mögen sie. Sie machen uns … ich weiß nicht … fröhlicher. Aufmerksamer. Vielleicht auch Zen-artiger und gelassener. Und, Myron?«

»Ja, Mom?«

»Frag nicht, was sie für unser Sexualleben getan haben.«

»Werd ich nicht«, sagte Myron. »Keine Sorge.«

»Mich machen sie ganz aufgedreht. Aber dein Vater erst, der wird zu einem wilden Tier.«

»Ich hab nicht gefragt, schon vergessen?« Myron sah zu demFBI-Agenten und der Agentin, die ihn durch die Glaswand finster musterten. »Ich muss auflegen, Mom.«

»Ganz ehrlich, der Mann kann seine Finger nicht von mir lassen.«

»Ich hab immer noch nicht gefragt. Macht’s gut.«

Myron legte auf, als Big Cyndi, seine langjährige Re