: Volker Klüpfel, Michael Kobr
: Lückenbüßer Kluftinger ermittelt | Klufti isch bäck!
: Ullstein
: 9783843732437
: Kluftinger-Krimis
: 1
: CHF 4.50
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 512
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
»Wählt's den Klufti. Also mich. Und jetzt lasst mir meinen Frieden, ich muss endlich was schaffen, Himmelarschkreizkruzifixmalef zsaubande!« Es ist ein großer Tag für Interims-Polizeipräsident Kluftinger, der einen Einsatz in den Bergen leitet. Der Einsatz läuft völlig aus dem Ruder, ein Polizist kommt ums Leben. Ist Kluftingers chaotische Planung schuld am Tod des Kollegen? Eigentlich kann er schlechte Schlagzeilen überhaupt nicht gebrauchen, denn er kandidiert für den Gemeinderat - zunächst nur als Lückenbüßer, um die Liste zu füllen. Aber als er erfährt, dass sein Intimfeind Doktor Langhammer gegen ihn antritt, ist sein Ehrgeiz geweckt. Schnell wird klar, dass mehr hinter dem Todesfall in den Bergen steckt als ein tragisches Unglück. Kluftinger steht vor der wichtigen Frage: Warum musste der Kollege sterben? »Tierisch gut!« Denis Scheck

Altusried hat einen prominenten Sohn: Kommissar Kluftinger. Volker Klüpfel, Jahrgang 1971, kommt wenigstens aus dem gleichen Ort. Nach dem Abitur zog es ihn in die weite Welt - nach Franken: In Bamberg studierte er Politikwissenschaft und Geschichte. Danach arbeitete er bei einer Zeitung in den USA und stellte beim Bayerischen Rundfunk fest, dass ihm doch eher das Schreiben liegt. Seine letzte Station vor dem Dasein als Schriftsteller war die Feuilletonredaktion der Augsburger Allgemeinen. Die knappe Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie, mit der er im Allgäu lebt. Sollte noch etwas Zeit übrig sein, treibt er Sport, fotografiert und spielt Theater. Auf der gleichen Bühne wie Kommissar Kluftinger.

»Zefix, kann der nicht ein bissle leiser fliegen? Man versteht ja sein eigenes Wort nicht mehr!« Kluftingers Blick ging zum Himmel, wo nicht weit über seinem Kopf ein Helikopter kreiste, der mit seinen Rotorblättern nicht nur für infernalischen Lärm, sondern auch für mächtig Wind sorgte und ihm und seinen Kollegen ordentlich die Frisuren zerzauste. Ein paar der mit schweren Maschinengewehren bewaffneten Männer neben ihm folgten seinem Blick. Kluftingers Funkgerät knackte, doch es war zu laut, um etwas verstehen zu können. Deswegen presste er es sich fest ans Ohr und versuchte, alles um sich auszublenden: die aufgeregten Schreie, die Polizeiautos und Geländewagen, die mit zuckenden Blaulichtern um ihn herumstanden und ab und zu ihr Martinshorn erklingen ließen, den Lärm und den Abgasstrom des Helikopters. So gelang es ihm immerhin, die Worte »Verdächtige … geflohen … Trinkwasser« auszumachen, der Rest ging in dem plötzlich einsetzenden Dröhnen des olivgrünen Kettenfahrzeugs unter, das sich neben ihm in Bewegung setzte.

Mit einem Schnauben ließ Kluftinger das Funkgerät sinken. Sein Blick fiel auf eine Gruppe vermummter Männer und Frauen, die gerade ein paar Meter weiter aus einem Transporter sprangen. Sie waren allesamt schwarz gekleidet, bis auf die Zähne bewaffnet und wirkten mit ihren Helmen und Schutzwesten ein wenig wie aus einem Science-Fiction-Film. Sie gehörten zur Anti-Terror-Gruppe, einer Spezialeinheit der Bayerischen Polizei, und warteten nur auf einen Befehl von Kluftinger. Ihm als Polizeipräsidenten oblag das Oberkommando über diesen Einsatz. Was sollte er ihnen sagen? Ihm fehlten Informationen darüber, was genau oben am Berg geschehen war, und wenn er sie einfach aufs Geratewohl losschickte, konnte weiß Gott was passieren.

Er raufte sich die Haa