»Zefix, kann der nicht ein bissle leiser fliegen? Man versteht ja sein eigenes Wort nicht mehr!« Kluftingers Blick ging zum Himmel, wo nicht weit über seinem Kopf ein Helikopter kreiste, der mit seinen Rotorblättern nicht nur für infernalischen Lärm, sondern auch für mächtig Wind sorgte und ihm und seinen Kollegen ordentlich die Frisuren zerzauste. Ein paar der mit schweren Maschinengewehren bewaffneten Männer neben ihm folgten seinem Blick. Kluftingers Funkgerät knackte, doch es war zu laut, um etwas verstehen zu können. Deswegen presste er es sich fest ans Ohr und versuchte, alles um sich auszublenden: die aufgeregten Schreie, die Polizeiautos und Geländewagen, die mit zuckenden Blaulichtern um ihn herumstanden und ab und zu ihr Martinshorn erklingen ließen, den Lärm und den Abgasstrom des Helikopters. So gelang es ihm immerhin, die Worte »Verdächtige … geflohen … Trinkwasser« auszumachen, der Rest ging in dem plötzlich einsetzenden Dröhnen des olivgrünen Kettenfahrzeugs unter, das sich neben ihm in Bewegung setzte.
Mit einem Schnauben ließ Kluftinger das Funkgerät sinken. Sein Blick fiel auf eine Gruppe vermummter Männer und Frauen, die gerade ein paar Meter weiter aus einem Transporter sprangen. Sie waren allesamt schwarz gekleidet, bis auf die Zähne bewaffnet und wirkten mit ihren Helmen und Schutzwesten ein wenig wie aus einem Science-Fiction-Film. Sie gehörten zur Anti-Terror-Gruppe, einer Spezialeinheit der Bayerischen Polizei, und warteten nur auf einen Befehl von Kluftinger. Ihm als Polizeipräsidenten oblag das Oberkommando über diesen Einsatz. Was sollte er ihnen sagen? Ihm fehlten Informationen darüber, was genau oben am Berg geschehen war, und wenn er sie einfach aufs Geratewohl losschickte, konnte weiß Gott was passieren.
Er raufte sich die Haa