: Stuart MacBride
: Ein kalter Tod Thriller
: Goldmann Verlag
: 9783641311872
: 1
: CHF 8.90
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 448
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eingeschneit in einem Dorf voller Schwerverbrecher – und mit einem Killer ...

»Stuart MacBride ist mit jedem Thriller ein Lektüre-Muss für mich. Immer schnell, hart, authentisch – und anders.« Lee Child

Der Auftrag klang so harmlos: DC Edward Reekie und seine Vorgesetzte sollen einen todkranken Häftling aus dem Gefängnis abholen und nach Glenfarach bringen, wo er seine letzten Monate verbringen darf. Der Ort wirkt wie ein verschlafenes Dorf im Herzen des Nationalparks, in Wahrheit ist er eine Hochsicherheitszone mit Überwachungskameras, Wachpersonal und elektronischen Fußfesseln. Hier leben Straftäter, die ihre Haft verbüßt haben, aber zu gefährlich sind, um in die Freiheit entlassen zu werden. Nachdem die Detectives den neuen Bewohner abgeliefert haben, drängt ein heraufziehender Schneesturm sie zur Rückkehr nach Aberdeen. Doch als in Glenfarach ein Mord geschieht, müssen sie die Ermittlungen übernehmen. In der vom Schnee eingeschlossen Gemeinschaft werden die wachsenden Spannungen bald zur tödlichen Gefahr für alle. Denn etwas Böses ist nach Glenfarach gekommen ...

»Der schottische Winter bildet das perfekte Setting für diesen Locked-Room-Thriller in Stuart MacBrides einzigartigem Stil.« The Scotsman

»Es macht immer wieder großen Spaß, Stuart MacBride zu lesen. Mit wenigen Sätzen kreiert er eine düstere, bedrohliche Atmosphäre. So auch in ›Ein kalter Tod‹.« NDR Kultur



Bereits »Die dunklen Wasser von Aberdeen«, Stuart MacBrides erster Roman um den Ermittler Logan McRae, wurde als bestes Krimidebüt des Jahres ausgezeichnet. Seither sind die brillanten Spannungsromane des Schotten aus den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Stuart MacBride lebt mit seiner Frau im Nordosten Schottlands.

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»… also bleiben Sie dran!« Die Stimme der gut gelauntenDJ tönte aus den Lautsprechern des Poolwagens, die Lautstärke so weit runtergedreht, dass man sie gerade eben verstehen konnte.»Sie hören Carole’s Cavalcade, es ist zehn Uhr fünfundvierzig an einem wunderbaren Dienstagmorgen, und wir haben ein paar fantastische Nummern für Sie im Programm …«

Dieses eigenartige knarzende Quietschen war wieder da – und jedes Mal, wenn Edward aufs Bremspedal trat, wurde es noch lauter. Nicht gerade beruhigend.

Das Armaturenbrett des Vauxhall war genauso dreckig wie der Rest: ein grauer Staubpelz, hier und da von Fingerspuren durchzogen. Das war das Problem mit Poolwagen – niemand machte sich je die Mühe, die Dinger zu reinigen. Nein, jeder hinterließ bloß seinen eigenen Dreck und überließ es dem nächsten armen Schwein, ihn zu beseitigen. Bloß dass das nächste arme Schwein das nie machte. Und so ging es weiter und weiter und weiter.

Der Dreck blieb, und die Verantwortung wurde munter weitergeschoben.

Was eine ganz treffende Metapher für die Verhältnisse bei Police Scotland war.

Bigtoria füllte den Beifahrersitz aus wie eine missgestimmte Bärin, den Blick starr geradeaus gerichtet, das Handy ans Ohr gepresst. »Ja, m-hm … Nein … Keine Chance.«

Was beinahe so viele Worte waren, wie sie bisher an ihn gerichtet hatte, seit sie in Aberdeen losgefahren waren. Denn warum sollte man auch mit einem einfachen Detective Constable reden, wenn man selbst den erhabenen Rang einerDI bekleidete?

»So, dann bringen wir die Party mal wieder in Schwung mit Stereoface und ihrer aktuellen Single ›Dancemonkey‹!« Peppige Musik blubberte aus der Stereoanlage. Nicht übel. Nicht überragend. Aber nicht übel.

Immerhin hatte er so etwas zum Mitsummen. Er trommelte mit den Fingern auf das Lenkrad, während ein gesichtsloser Streifen des Nordostens vorbeiglitt. Nur der hoch aufragende Schornstein des Kraftwerks Peterhead, von dem sich eine strahlend weiße Dampffahne über den saphirblauen Himmel zog, durchbrach die Monotonie.

Ein heimlicher Blick nach links.

Bigtoria war immer noch damit beschäftigt, grimmig und verkniffen dreinzuschauen und mühsam unterdrückte Aggressivität auszustrahlen. Denn Detective Inspectors liebten so was, nicht wahr? Als ob sie zu viele Fernsehkrimis gesehen und beschlossen hätten, dass der Look ihnen stand. »Es interessiert mich nicht, was er sagt – der Mann ist ein Idiot … Ja … Dumm wie Brot, das ist er.«

Sie hatte nicht mal ein Lächeln zustande gebracht, als Edward darauf hingewiesen hatte, dass sie heute Partnerlook trugen: beide im maschinenwaschbaren grauen Anzug mit weißem Hemd. Tja, es würde ein langer Tag werden, so viel stand fest.

»… M-hm … Sekunde, ich frag mal nach.« Sie verlagerte ihren finsteren Blick von der Landschaft auf Edward. »Wir hätten schon vor einer Stunde dort sein sollen.«

Er zuckte mit den Schultern. »Bei allem Respekt, Chefin, aber ich war nicht derjenige, der einen Sattelschlepper voller Kartoffeln auf der A90 quergestellt hat.«

»Wir haben immer noch fünf Stunden Fahrt vor uns, und we