Ein sonniger Frühlingstag
Sie wusste nicht, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Es war wahrscheinlich ein Fehler gewesen, dass sie zugestimmt hatte, mit Mike in dessen Auto in den Wald zu fahren. Ihr war klar, was er wollte. Aber sie war noch nicht bereit dafür. Zoé ärgerte sich über sich selbst, weil sie es nie schaffte, Nein zu sagen, und sich dadurch in die unmöglichsten Situationen brachte.
»Wir suchen uns ein ruhiges Plätzchen«, sagte Mike und nahm einen Schotterweg, der vom Hafenstädtchen La Ciotat zum Cap Canaille führte. »Einen Ort, wo wir ganz sicher ungestört sind.«
Zoé schluckte. Er war zwanzig. Vier Jahre älter als sie. Und sie selbst hattees noch nie gemacht. Er ahnte es, obwohl sie es ihm nicht gesagt hatte. Aber jetzt saß sie in seinem Auto und musste ihm erklären, dass sie zwar Zeit mit ihm verbringen, aber keinen Sex mit ihm haben wollte. Er würde sie blöd finden. Blöd und kindisch.
Zoé mochte Mike, zugleich schüchterte er sie aber auch ein. Er war so viel erfahrener und älter als alle anderen Leute, die sie kannte. Er arbeitete bereits als Elektriker und besaß ein Auto. Zoés Freundinnen fanden es einerseits cool, dass sie mit so einem Typen ging, andererseits würden sie selbst so etwas nicht wagen.
Das Auto holperte über den Schotterweg, entfernte sich immer weiter von der Stadt und der Zivilisation. Hätte sie doch nur darauf bestanden, am Hafen ein Eis zu essen und dann an den Strand zu gehen, wie anfangs ausgemacht!
»Glaubst du nicht ... dass die für das Auto schlecht sind, diese Schotterwege?«, fragte sie Mike. Dabei bemühte sie sich, ihre Stimme ni