KAPITEL 1
DAS EINFACHSTE PRINZIP:
Einstein entdeckte Lokale Symmetrie als wunderschöne, kosmische Ur-Idee – und warum dieses geistige Schöpfungsprinzip die Menschheit nicht umfassend verstehen konnte
Schon als 12-jährigen Jungen, als Albert Einstein (1879-1955) mit der Mathematik Bekanntschaft machte, war ihm intuitiv klar, dass die gesamte Natur als ein einfaches, mathematisches Prinzip verstanden werden kann.
„Als ich als zwölfjähriger Junge mit der elementaren Mathematik (...) Bekanntschaft machte, kam ich immer mehr zu der Überzeugung, dass sogar die Natur als relativ einfache mathematische Struktur verstanden werden kann.“
Albert Einstein
(zitiert in: The Tower, 13 April 1935; Einstein to the Princeton High School reporter Henry Russo; Übersetzung durch den Autor)
Einfachheit, Mathematik, Schönheit, dies waren für Einstein von Anfang an die eleganten Leitgedanken für seine Neugier, die Welt verstehen zu wollen. Zusammen mit seiner großen Vorstellungsgabe konnte er dann später als junger Mann in Bern seine ersten wissenschaftlichen Erfolge ab 1905 erzielen.
Aus geistig-spiritueller Sicht war Bern ein idealer Ort für Einstein, sich dort dem geistigen Schöpfungsprinzip anzunähern. Die jüdische Kultur ist ohnehin stark von einer zweigliedrigen, ganzheitlichen Grundstruktur geprägt. Gott offenbart sich Moses als „ICH BIN (1) DER ICH BIN (2).“ Die Lokale Symmetrie, die Einstein letztlich mit seinen wissenschaftlichen, revolutionären Erkenntnissen als geistig-kreatives, kosmische Prinzip entdecken sollte, verbindet ebenso zwei Aspekte in Gleichheit zu einem Ganzen.
In Bern befindet sich unweit Einsteins Appartement in der Kramgasse eine Brunnenstatue von Moses, der die zwei Tafeln mit den 10 Geboten den Passanten präsentiert. Zwei Tafeln (1, 2) mit der zweistelligen Zahl 10, bestehend aus 1 un