Australien –
Im Land der Regenbogenschlange
In einer Nacht, in der alle Sterne leuchten, ist das Himmelszelt so weit geöffnet, dass alles Wissen aus vergangenen Zeiten zum Greifen nahe ist.
Um dieses Wissen zu empfangen, verbringt man in fernen Ländern diese magischen Nächte mit ihrer atemberaubenden Energie draußen.
Damit du es besser fühlen kannst, zeigt sich das exakt in diesen Nächten in einem besonders ausströmenden Duft, einem glücklichen Gefühl oder einem unbeschreiblichen Geschmack, den du wahrnimmst.
Genau darum hat Mister Pixx, ein alter Schildkrötenlehrer, diesen Platz und diese Zeit für seine Klasse gewählt, um mit allen Sinnen zu lernen und zu verstehen.
Wir sind am Fuße des Uluru, des alten heiligen Berges der Australier.
Australien – ein Kontinent mit einer alten Geschichte ... Aus diesem Grund sind wir hier. Hier beginnt die Geschichte. Gemeinsam machen wir uns auf die Suche, das alte Wissen wiederzufinden.
Die Schildkrötenkinder sind schon mittendrin in ihrer Lektion. Um das Lagerfeuer herum sitzen sie ganz still und hören gespannt zu, was Mister Pixx zu berichten hat.
Auch du kannst in dieser Erzählung den Schatz des alten Wissens finden. Stell dir einen See vor, mit vielen Steinen auf dem Grund. Diese Steine sind so, wie das alte Wissen. Sie liegen auf dem Grund des Sees. Wenn du nach ihnen tauchst, kann jeder Stein ein Schatz für dich sein. Du musst sie nur finden.
Bist du bereit?
Eila liegt in ihrem Bett und kann nicht einschlafen. Der heutige Tag war keiner ihrer Lieblingstage gewesen.
Sie hat sich eine kleine Taschenlampe in den Nachtschrank gelegt, um „für alle Fälle” noch ein wenig in ihrem Lieblingsbuch lesen zu können. Das beruhigt immer. In der Schule waren Emil und Paul mal wieder unverschämt zu ihr gewesen. Heute war es Eilas neue Lesebrille, die den beiden nicht gefiel. Das ärgert Eila und macht sie gleichzeitig auch traurig. Wie ein Kloß im Bauch fühlt sich das an und der Kloß geht auch nicht weg.
Sie schaut auf ihren Wecker: Es ist schon 23 Uhr. Eila beschließt, jetzt endgültig einzuschlafen, damit sie morgen ausgeschlafen in die Schule gehen kann.
Sie drückt den Schalter der Taschenlampe aus und tatsächlich schläft sie ein – mit ihrem Affen Nänchen im Arm – und gleitet sanft in das Reich der Träume.
Träumen ist schön, träumen ist weich, träumen ist wie Laufen auf dem Regenbogen ...
In dieser Nacht verläuft aber alles anders als gewohnt. Eila sieht einen großen, schwarzen Bildschirm vor sich. Der ist sonst nie da.
Tatsächlich steht Nänchen neben diesem Bildschirm und sagt auffordernd zu ihr: „Sei mutig, spring da rein! Es ist ganz einfach. Lass uns springen. Ich komme auch mit.”
Eila überlegt, ist aber auch skeptisch: „Was soll ich in diesem schwarzen Bildschirm? Bestimmt kann ich da gar nicht hineinspringen.“
Nänchen bleibt hartnäckig. „Ich will etwas erleben, los, Eila! Du bist den ganzen Tag nicht hier und ich liege allein auf deinem Bett.“
Eila stellt für sich fest, dass Nänchen recht hat und kommt zu dem Entschluss: „Was soll’s, ich probiere das jetzt.”
Sie fasst allen Mut zusammen und macht, mit Nänchen im Arm, einen großen Sprung in diesen Bildschirm.
Es geht!
Es geht tatsächlich!
Einmal im Bildschirm gibt es einen Sog aus Farben, Klängen und Tönen.
Heureka, wie großartig das ist!
Sie drehen sich, schlagen Purzelbäume – es ist wie Trampolin springen mit Überschlag.
Eila genießt es. „Warum kann ich nicht immer so einschlafen? Es fühlt sich an, wie Achterbahn fa