: Julia Felicitas Allmann, Laura Letschert
: Bye Wir sprechen von Tod, Abschied und dem, was bleibt
: Palomaa Publishing
: 9783949598111
: 1
: CHF 17.60
:
: Lebensführung, Persönliche Entwicklung
: German
: 292
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Gewissheit, dass unser Leben endlich ist, kann uns Angst machen - oder uns spüren lassen, dass unsere Zeit genau deshalb kostbar ist. In diesem Buch erzählen Menschen in persönlichen Gesprächen sehr offen von ihren ganz unterschiedlichen Abschiedsgeschichten. Sie laden uns damit ein, dem Sterben liebevoll und ohne Tabus zu begegnen. Diese Gespräche sind gleichzeitig Lebensgeschichten, die Trost und Kraft schenken und uns bewusst machen, wie schön unser Dasein in allen Facetten ist. Während du dieses Buch liest, wirst du vermutlich berührt sein und mitfühlen. Du wirst innehalten, Neues entdecken und hinterfragen. Du wirst aber genauso lachen, dankbar sein und dich selbst besser kennenlernen. So ging es uns Autorinnen, was uns dazu inspiriert hat, zwischen den Gesprächen eigene Gedanken mit dir zu teilen: kleine Impulse, die dich - und uns selbst - immer wieder erinnern und neu bestätigen dürfen, dieses eine Leben genau jetzt zu leben."Es ist so wichtig, dass wir uns über unsere Endlichkeit Gedanken machen und auch darüber, wie es nach schweren Abschieden weitergehen kann. DANKE für dieses Buch." - Anna Weilberg, Co-Gründerin von femtastics Mit einem Vorwort von Alexa von Heyden

Julia Felicitas Allmann (Jahrgang 1986) liebt Geschichten und gute Texte - vor allem solche, die etwas bewegen können. Als freie Journalistin und Autorin schreibt sie unter anderem über Nachhaltigkeit, Female Empowerment, Gesundheit und Bildung. In ihren ersten beiden Büchern ging es um unsere Handlungsmöglichkeiten in der Klimakrise. Mit ihrem Angebot"love to write" gibt Julia ihr Wissen rund ums Schreiben weiter und begleitet andere Menschen dabei, ihr eigenes Buch in die Welt zu bringen. Julia lebt in Köln, hat zwei Kinder und wünscht sich für die beiden (und uns alle) eine Welt, in der wir uns selbst entfalten, aktiv etwas gestalten und offen mit allen Themen umgehen können. Idealerweise kann"BYE" einen kleinen Teil zu dieser Vision beitragen.

DR. SYLVIA BRATHUHN

„Es gibt diesen Silberfaden zwischen uns, der für immer bleibt.“


Als Philosophie-Dozentin lehrt und diskutiert sie über existenzielle Fragen, als Intensivkrankenschwester arbeitete sie früher an der Grenze zwischen Leben und Tod. Auch persönlich hat Dr. Sylvia Brathuhn (*1957) schon erlebt, wie endlich das Leben ist: Ihre Mutter starb früh, sie selbst erkrankte zweimal an Krebs. Außerdem engagiert sie sich vielseitig, sie war unter anderem vier Jahre Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe Krebs und ist Mitherausgeberin von „Leidfaden – Fachmagazin für Krisen, Leid, Trauer“. Im Gespräch erklärt sie, warum der Tod immer plötzlich und unerwartet kommt, wieso wir Menschen so sehr mit der Endlichkeit hadern und wie bei diesen schweren Themen auch Leichtigkeit möglich ist.

Frau Dr. Brathuhn, mit unserem Buch möchten wir die Menschen einladen, ins Gespräch zu kommen. Was wäre für Sie persönlich ein passender, schöner Ort oder auch ein Wohlfühlort, um von Tod und Sterben zu sprechen?

Ich habe gerade gestern einen solchen Gesprächsort erlebt: mit einer Freundin im Saunagarten. Wir lagen dort eingemummelt in unsere Handtücher und sprachen über den Tod. Wie es ist, wenn man selbst gerade gar nicht davon betroffen ist und darüber spricht – und wie es ist, wenn man davon betroffen ist und darüber spricht. Über diese Unterschiede. Es war ein sehr schönes Gespräch und ein sehr schöner Ort dafür. Darüber hinaus ist jeder Ort geeignet, wenn der Mensch, der mir gegenübersitzt, diesen Raum eröffnet und der Augenblick stimmt. Dann kann es auch die Bahnhofshalle oder eine Parkbank sein.

Wir lagen dort, guckten in die Wolken und ich erzählte, dass ich mit einer verstorbenen Freundin zuletzt immer Wolkenreisen gemacht habe.

Es hängt also stark von den Menschen ab, die sich begegnen. War es mit Ihrer Freundin eine Gesprächssituation, in der diese Themen zufällig aufkamen, oder wollten Sie in diesem Moment explizit mit ihr etwas besprechen oder ansprechen?

Es ergab sich. Wir lagen dort, guckten in die Wolken und ich erzählte, dass ich mit eine