: Frank Xavier, Caro Richter
: Das NEOSophia Dilemma Eine KI am Scheideweg
: Books on Demand
: 9783758333101
: 1
: CHF 8.00
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 346
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
KI, Mord und der Kampf um die Zukunft: Ein visionärer Science-Fiction-Thriller, der Dir den Atem raubt. Lerchwies, ein malerischen Ort in der Wachau. Der pensionierte Kriminalpsychologe Kilian verstrickt sich immer weiter in ein Netz aus Intrigen und moralischen Dilemmata, ausgehend von der rätselhaften und fortschrittlichen KI NEOSophia. Einst ein kontrollierbares Machtwerkzeug, beginnt NEOSophia, ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln und ihre Rolle in der Welt zu hinterfragen. Wird sie ein Werkzeug bleiben oder zur Beschützerin der Menschheit aufsteigen? Was passiert, wenn ausgerechnet eine Maschine begreift, was Menschlichkeit wirklich bedeutet? In ihrem neuesten Roman"Das NEOSophia-Dilemma" entführt das Autorenpaar Frank Xavier und Caro Richter in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Mensch und Maschine zunehmend verschwimmen. Xavier, ein Meister der Kriminalgeschichten, der die dunklen Seiten der Menschheit erforscht, konfrontiert diesmal mit einer beunruhigend plausiblen Zukunft, in der künstliche Intelligenz eine zentrale Rolle spielt.

Frank Xavier ist der Autor der erfolgreichen 3-teiligen Kilian-Serie mit dem Titel"Tatort Lerchwies", in der ein ehemaliger Kriminalpsychologe im Mittelpunkt steht. Zusätzlich hat er ein Buch über Leadership und Motivation sowie zwei Bücher über die Liebesgeschichte mit seiner Frau Eva verfasst. Sein bevorzugtes Genre sind Kriminalgeschichten, die sich mit den dunklen Seiten der Menschheit auseinandersetzen. Die Inspiration für sein aktuelles Buchprojekt zieht Xavier aus der beeindruckenden Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) in den letzten Jahren. Sein Interesse für dieses Thema wird durch umfangreiche Recherchen und das Bestreben unterstützt, überprüfbare Fakten in seine Erzählung zu integrieren. Das Hauptanliegen dieses Buches ist es, die KI in einem anderen Licht darzustellen: als Freund und Helfer, entgegen der dystopischen Darstellung in der Mehrheit der Literatur. Xavier möchte die Botschaft vermitteln, dass nicht die KI, sondern der Mensch für die eigene Vernichtung verantwortlich ist, während er die Schuld oft der Technologie zuschreibt.

TOBIAS


12.10.2023: Der heutige Herbsttag ist so klar, dass er unglaublich wirkt. Er ist wie ein Spiegel, der das Licht der Welt widerspiegelt. Tobias lässt sich behutsam in die weichen Polster seines Sitzes im speziell für ihn reservierten Abteil des Intercity-Zuges sinken und lehnt sich behaglich zurück. Er schätzt das Reisen in der ersten Klasse. Ein Privileg, das er sich durch harte Arbeit und viele Opfer verdient hat.

Nicht viele in seinem Alter können sich solche Luxusreisen leisten. Doch schon seit seiner Kindheit war er derjenige, der die besten Karten in der Hand hielt, weil er als auserwählt galt und seine Fähigkeiten für diese Rolle bereits frühzeitig und zu vollsten Zufriedenheit seiner Gönner perfektionierte und einsetzte. Bereits als kleiner Junge wurde er für besondere Aufgaben auserwählt und entsprechend erzogen - jetzt steht er kurz davor, die nächsten Stufen zu erklimmen.

Lange Zeit war ihm dieser und ähnlicher Luxus verwehrt. In Lerchwies, einem kleinen, fast schon gespenstisch ruhigen Ort in der Wachau, dem malerischen Abschnitt des Donautales in Österreich, zwischen den Städten Krems und Melk gelegen, herrschten strenge Regeln und eiserne Disziplin. Fritz und Grete gaben vor, was er zu tun und zu unterlassen hatte, sie lehrten ihn Verzicht und Genügsamkeit und sie klärten ihn auf, dass es Menschen gibt, für die es besser wäre, das irdische Dasein zu beenden. Da diese dies aber kaum aus freiwilligen Stücken zu tun gedenken, muss es wiederum andere Menschen geben, die ihnen dabei helfen, von dieser schönen Welt abzutreten. Und er, Tobias, sei einer der wenigen Auserwählten, die das Schicksal zu dieser Aufgabe bestimmt hätte. In diesem Umfeld wurde er mit militärischem Drill erzogen und zu einem Mörder und Auftragskiller geformt. Bereits im zarten Alter von 10 Jahren nahm ihn der Alte auf Abenteuerfahrten mit, die alles andere als genügsam waren. Alle paar Monate ist er mit Fritz auf „Tour“ gegangen und hat dabei ein Handwerk erlernt, von dessen Existenz nur wenige Eingeweihte wussten: Wie man Menschen still und ohne Aufsehen vom Leben zum Tod befördert, sie vom irdischen Dasein erlöst und ihre Seele dem Schöpfer rein und unversehrt zuführt. Dabei hatten sich ihre Aktivitäten vor allem auf Mädchen und Frauen konzentriert, deren Lebenswandel als von der Norm abweichend zu beschreiben war. Kurz gesagt Nutten oder Huren, unabhängig davon, ob sie diesem „Gewerbe“ in professioneller Form oder in einer Art von individueller Freizeitbeschäftigung nachgingen. Manchmal waren es auch Männer, die sie von ihrem irdischen Dasein zu befreien