: Till Berger
: Humanity: Tödliches Upgrade - Folge 1 Ein spannender Tech-Thriller um KI und Nanotechnologie
: beTHRILLED
: 9783751741385
: Humanity²
: 1
: CHF 0.50
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: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 221
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Nanotechnologie, die Verstand und Technik verschmilzt.

Eine Handvoll Verbündeter im Kampf gegen eine tödliche Verschwörung.

Ein Rennen gegen die Zeit - das Schicksal der Menschheit steht auf dem Spiel!

Eine atemberaubende Thriller-Serie, eine fesselnde Reise durch Technologie, Macht und die Abgründe der menschlichen Seele. Bist du bereit, die Wahrheit zu enthüllen?

' ch konnte die vier Bücher nicht aus der Hand legen - sie fesselten mich von der ersten bis zur letzten Seite und ließen mich nachdenklich und atemlos zurück. Die Reihe ist nicht nur super recherchiert (Till Berger ist Biologe), sondern auch sprachlich beeindruckend. Das Beste aber: Die Charaktere sind authentisch, tiefgründig und sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ein absolutes Lesehighlight!' Petra Ivanov, Autorin der Kryo-Trilogie

Über diese Folge:

In einem abgeschiedenen Waldhaus nahe Berlin stößt Hauptkommissar Elei Berisha auf ein makabres Szenario: eine verstümmelte Leiche, daneben eine mit Blut geschriebene Botschaft. Offenbar hat der Tote sich alle Verletzungen selbst zugefügt! In seinem Gehirn entdeckt die Obduktion ein unerklärliches Objekt, das Elei mit einer revolutionären Nanotechnologie in Verbindung bringen kann. Doch diese steht in Europa unter strenger Kontrolle, nachdem ein russischer Forscher durch sie den Verstand verlor und ein Blutbad anrichtete ...

Elei stößt bei seinen Ermittlungen schnell auf Widerstände. Unterstützung findet er bei seiner Frau Hannah, einer BND-Agentin. Doch schon bald verstrickt sich Elei in ein Netz aus Intrigen, aus dem es kein Entkommen gibt ...

E-Books von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!


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<p><strong>Till Berger</strong> ist Biologe und befasst sich beruflich mit nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz. Beides sind Themen, die er in seinen Romanen immer wieder aufgreift. Sein besonderes Interesse gilt der nahen Zukunft und den Chancen und Risiken, die gesellschaftliche und technologische Entwicklungen mit sich bringen. Aus diesen Überlegungen entstand"Humanity - Tödliches Upgrade". Das Schreiben ist ein fester Bestandteil seines Alltags. Wenn er nicht schreibt, macht er Unternehmungen mit seiner Familie oder ist mit dem Rennrad unterwegs.</p>

Entstellt


Das Auto holperte über unebenen Waldboden. Im Innern rumpelte es hohl. Nach einer viertelstündigen Fahrt über einen schmalen Waldweg tat sich vor Elei eine Lichtung auf. Das Waldhaus, in dem die Leiche gefunden wurde, entpuppte sich als Chalet. Es wirkte nett, etwas in der Zeit zurückgeblieben, aber in gutem Zustand. Das Erdgeschoss war aus groben Natursteinen gemauert, darüber folgte eine zweistöckige Fassade aus Buchenholz, das sich durch das Alter beinahe schwarz gefärbt hatte.

Elei wunderte sich über die abgeschiedene Lage. Das hier war kein typischer Ort für ein Feriendomizil. Vielleicht interessant für Vogelfreunde oder Jäger, aber kaum für Mitarbeiter eines Tech-Konzerns. Allerdings war der Konzern dafür bekannt, die Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiter mit unkonventionellen Mitteln zu fördern. Möglicherweise handelte es sich um einen der sogenannten »Kreativräume« des Unternehmens. Elei hatte mal gelesen, dass der von H²-CEO über ein fast zwölfhundert Quadratmeter großes Büro verfügte, in dem es nichts gab außer einem Schreibtisch und einem Sofa – der Rest war sogenannter Head-Space, Raum zum Denken.

Elei steuerte das Auto auf einen Vorplatz aus Kies. In der Mitte plätscherte ein runder moosbewachsener Steinbrunnen. Darum drängten sich zwei Streifenwagen der Polizeidirektion Ost, zwei Vans der Spurensicherung und Lombardis ziviler Waymo. Das Gebäude war von Tatortbändern umgeben. Ein junger Streifenpolizist sicherte den Zugang. Unnötig in dieser verlassenen Gegend, was sich auch im gelangweilten Gesicht des Polizisten widerspiegelte, aber es war Vorschrift.

Hinter dem Van kam ein Tüv zum Vorschein – benannt nach den Tyvek Einweg-Schutzanzügen der Spurensicherung – und stellte eine kleine schwarze Drohne auf den Boden. Der Polizist winkte Elei hinter eines der Polizeifahrzeuge.

Als Elei ausstieg, empfing ihn würzige Waldluft und das Plätschern des Brunnens. Durch den Hauseingang konnte er Lui erkennen. Er war in die Hocke gegangen und begutachtete die Leiche, von der Elei nur die untere Beinpartie erkennen konnte. Der Rest lag verborgen im Inneren.

Er ging auf den Streifenpolizisten zu. Ein Icon erschien neben dessen Kopf. Als wäre es dort angeheftet, bewegte es sich mit dem Haupt des Polizisten mit. Es bestand aus einem schwarzen Kreis mit zwei blauen Sternen, dem Dienstgrad des Polizeimeisters. Daneben schwebte ein Name in der Luft: Gerald Helfer.

»Hauptkommissar Berisha, guten Morgen«, sagte er und hob das Tatortband hoch.

Elei erwiderte den Gruß und duckte sich darunter hindurch. »Haben Sie die Leiche gemeldet?«

»Ja, ein Jäger hat sie heute Morgen entdeckt, als er auf dem Weg zu seinem Hochsitz war. Die Tür stand sperrangelweit offen. Wir sind sofort gekommen, konnten aber bloß den Tod feststellen.«

»War vor uns schon jemand im Haus?«

»Nein, der Jäger hat laut eigener Aussage kurz hineingeschaut und danach gleich uns gerufen.«

Die Drohne surrte, als sie in den Himmel aufstieg. Durch einen 360-Grad-Scanner würde sie von der näheren Umgebung des Tatorts eine 3-D-Aufnahme machen.

»Haben Sie schon Angaben zur Identität des Toten?«

»Nein, sein Gesicht ist ziemlich entstellt. Da hatte jemand eine ganz schöne Wut auf den. Aber er ist dunkelhäutig.«

Elei nickte. Das konnte für die Identifizierung nützlich sein. Auch wenn Deutschland vor der Migrationskrise Anfang der Dreißiger viele Klimaflüchtlinge aus Sub-Sahara-Afrika aufgenommen hatte, lag ihr Anteil in der Bevölkerung noch immer unter sechs Prozent. Falls der Tote ein Mitarbeiter von H² war, schränkte das die Suche erheblich ein.

Elei bedankte sich bei dem Polizeimeister und wappnete sich für den Anblick, der ihm bevorstand. Auf dem Weg zum Haus zog er Nitrilhandschuhe aus der Jackentasche und streifte sie über. Lui stand langsam auf. Den Blick auf die Leiche geheftet bekreuzigte er sich.

Die Hose des Toten war zerfetzt und mit Blut durchtränkt. Auf dem hellbraunen Parkettboden daneben waren bis tief in den Gang hinein getrocknete Blutspuren verteilt. Sie waren in alle Richtungen zu dünnen Streifen verschmiert, als hätte hier eine Basketballmannschaft trainiert.

Elei trat in die Tür. »Hallo, Lui, was haben wir?«

Der Italiener schüttelte betroffen den Kopf. »Santa madre di Cristo

»So s