: Anna-Maria Aurel
: Die Marseille-Morde - Im Schatten des Sainte-Victoire Frankreich-Krimi
: beTHRILLED
: 9783751756433
: Mörderisches Südfrankreich
: 1
: CHF 6.20
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 370
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Eine grausame Mordserie hält Südfrankreich in Atem.

Nadia Aubertin, Lieutenant de Police, ist verzweifelt: Gleich mehrere Kinder mit nordafrikanischer Herkunft sind in Marseilles Vorstädten spurlos verschwunden. Und trotz aller Suche und harter Arbeit können Nadia und ihr Team wochenlang keinen Hinweis auf den Verbleib der Kinder finden.
Doch dann geschieht ein entsetzlicher Mord: Der mit dem Fall betraute Staatsanwalt wird am helllichten Tag beim Joggen am Meer erschossen. Kurz darauf verschwindet in Marseille ein weiterer Junge - und Nadia verfolgt endlich eine erste Spur. Aber mit der grausigen Entdeckung in einem Anwesen am Fuß des Sainte-Victoire-Massivs hat sie nicht gerechnet ...

Düster, hochspannend, abgründig: Der dritte Fall für die toughe Ermittlerin Nadia Aubertin von der Kriminalpolizei Marseille.

eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!



<p><strong>Anna Maria Aurel</strong> lebt als gebürtige Österreicherin seit mehr als 25 Jahren in Frankreich. Sie erfüllte sich ihren Traum vom Leben im Süden, als sie sich mit ihrer Familie in der provenzalischen Kleinstadt Saint Rémy de Provence niederließ. Dort ist sie heute als freiberufliche Fremdenführerin, Reiseleiterin, Übersetzerin und Schriftstellerin tätig. Das Schreiben und das Erzählen gehören seit jeher zu ihren Leidenschaften.</p>

Die verschwundenen Kinder


Nadia arbeitete an diesem Morgen im Kommissariat. Es war zwar Samstag, aber sie hatte keine Wahl. Es handelte sich um einen Notfall. Ein Kind war in einem bescheidenen Stadtviertel der Quartiers Nord verschwunden, und einige Jugendliche glaubten, seine Entführung beobachtet zu haben. Der neunjährige Junge war nicht weit von seinem Wohnblock in ein unbekanntes rotes Auto gestiegen und dann nicht mehr gesehen worden. Zwei Tage war er schon abgängig. Seine Eltern, Algerier, hatten es der Polizei erst mehrere Stunden später gemeldet. In diesen Quartiers misstraute man der Polizei.

Nadia war für die Ermittlung zuständig. Sie, ihr eigenes und zwei Teams der Drogenbrigade, die sich in diesem Viertel besonders gut auskannten, suchten rund um die Uhr nach dem Jungen.

Sie hatten keine weiteren Hinweise, nur die Aussage der Halbwüchsigen. Demnach sah es nicht so aus, als hätte jemand das Kind zum Einsteigen gezwungen. Es war freiwillig mitgefahren. Das Auto war rot gewesen, das bestätigten alle, doch die Jugendlichen waren sich bezüglich der Marke und des Wagentyps uneinig. Einer schwor, dass es sich um einen Opel Corsa gehandelt habe, zwei andere waren sich sicher, einen Peugeot 206 erkannt zu haben, wieder ein anderer meinte, es sei ein kleineres Modell wie ein Nissan Sunny gewesen, und einer war überzeugt davon, ein größeres Auto wie einen Renault Espace gesehen zu haben. Daher galt nur die Farbe des Wagens als erwiesen.

In der Cité hatte es Probleme gegeben, wie immer, wenn sie dort jemanden befragen mussten. Die Dealer wollten nicht akzeptieren, dass die Polizei nun ständig auftauchte, und versuchten die Ermittler zu vertreiben. Doch das Kind stammte von hier, und so mussten die Einwohner wohl oder übel mit der PJ kooperieren. Die Stups, die Drogenbrigade, würden sich das Drogennetzwerk vorknöpfen. Das vermisste Kind hatte absolute Priorität, und die Beamten der Crim, der Abteilung für Schwerverbrechen, mussten ungehindert ihrer Arbeit nachgehen können.

Die verzweifelten Eltern hatten den Ermittlern nichts Nützliches mitteilen können. Keine auffälligen Bekannten, keine Probleme mit den Dealern oder anderen Einwohnern, und die Jugendlichen behaupteten, dass das fragliche Auto jemandem gehört hatte, der von außerhalb gekommen war. Es war am Rand der riesigen Wohnanlage geschehen. Zwischen der Cité Les Flamants und der Hauptstraße war der Junge