: Sabrina Haider, Elisabeth Jencio-Stricker, Angelika Schwanda
: Autismus und Schule Inklusive Unterrichtsorganisation, Nachteilsausgleich und Wissenserwerb
: Springer-Verlag
: 9783662679562
: 1
: CHF 26.80
:
: Angewandte Psychologie
: German
: 358
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Die Grundlage für die Chancengleichheit in der Bildung von Schüler*innen mit einer Diagnose aus dem Autismus Spektrum wird durch das Wissen über ihr merkmalsbezogenes Wahrnehmen, Denken und Lernen und dessen Bedeutung für Bildungsprozesse geschaffen. Besonders im schulischen Feld stellen Wechselwirkungen der Lern- und Leistungsbedingungen mit diesen neurodivergenten Voraussetzungen oft noch Hindernisse für den Wissens- und Kompetenzerwerb dieser Kinder und Jugendlichen im zielgleichen Unterricht dar.

Dieser Band 'Autismus und Schule - Inklusive Unterrichtsorganisation, Nachteilsausgleich und Wissenserwerb' zeigt Ihnen, als Lehrperson und allen, die im schulischen Feld arbeiten, eine Perspektive des chancengerechten Zugangs zu Wissen sowie den Erwerb von Bildungsinhalten und Kompetenzen für autistische Schüler*innen auf.

Lernen Sie den Einsatz chancengleicher, strukturierter und systematisierter Mittel und Methoden kennen und erweitern Sie, auf Grundlage einer praxisgeleiteten Theorie, Ihren Handlungsspielraum mit Differenzierungsmöglichkeiten und dem Setzen von Nachteilsausgleich in den verschiedenen Dimensionen des Unterrichts.

Folgen Sie einer neurodiversen und schüler*innenzentrierten Betrachtungsweise des Lern- und Leistungsbegriffs und finden und fördern Sie die Stärken und Kompetenzen Ihrer autistischen Schüler*innen. 




Sabrina Haiderarbeitet als Hochschullehrerin an der Pädagogischen Hochschule Wien und war bis vor kurzem als Pädagogische Expertin des Kompetenzzentrums für Schüler*innen im Autismus Spektrum im schulischen Bildungssystem Wien tätig. Als Sonderschullehrerin in einer Integrativen Kooperativen Mittelschule und durch ihre langjährige Arbeit als Mentorin und Expertin hat sie eine vielseitige, mehr als 20-jährige Erfahrung in der Unterrichtspraxis, der pädagogischen Begleitung von Schüler*innen im Autismus Spektrum und deren Lehrer*innen-Teams sowie in der pädagnostischen Begutachtung und Vernetzungsarbeit mit Erziehungsberechtigten und außerschulischen Stellen. Sie ist ausgebildete Praxislehrerin für die pädagogisch-praktischen Studien, war Lehrende im Lehrgang Freizeitpädagogik der Pädagogischen Hochschule Wien und ist in der in der Lehrer*innen-Fortbildung der Pädagogischen Hochschulen Wien und Wien/Krems in den Bereichen Diversität, Inklusion und Autismus tätig. Sie ist Mutter einer Tochter und lebt mit ihrem Ehepartner in Wien. 

E isabeth Jencio-Strickerarbeitet als Diversitätsmanagerin im Fachbereich für Inklusion, Diversität und Sonderpädagogik (FIDS) der Bildungsdirektion Wien und ist verantwortlich für das Kompetenzzentrum für Schüler*innen im Autismus Spektrum und die Koordination inklusiv-pädagogischer Maßnahmen für autistische Schüler*innen im gesamten Pflichtschulbereich Wien. Sie ist in der Beratung inner- und außerschulischer Stellen bezüglich der pädagogischen und schulorganisatorischen Möglichkeiten und Maßnahmen für Kinder und Jugendliche im Autismus Spektrum tätig und hat als Sonderpädagogin und ehemalige Schulleiterin eines Zentrums für Inklusion und Sonderpädagogik seit mehr als 30 Jahren Erfahrungen in der Vernetzungsarbeit mit Erziehungsberechtigten und außerschulischen Stellen für Diagnostik und Therapie. Zusätzlich ist sie in der Lehrer*innen-Fortbildung der Pädagogischen Hochschulen Wien und Wien/Krems in den Bereichen Diversität, Inklusion und Autismus tätig und hat eine Ausbildung zur Mediatorin. Sie ist Mutter von vier Kindern und lebt mit ihrem Ehepartner in der Nähe von Wien.

Angelika Schwandaarbeitet als Pädagogische Expertin des Kompetenzzentrums für Schüler*innen im Autismus Spektrum im schulischen Bildungssystem Wien und blickt auf 30 Jahre Berufserfahrung im Elementar- und Sonderpädagogischen Bereich zurück. Sie war als Sonderschullehrerin in einer integrativen Volksschule tätig und hat durch ihre langjährige Arbeit als Mentorin und Expertin vielseitige Erfahrung in der pädagogischen Unterrichtspraxis, der pädagogischen Begleitung von Schüler*innen im Autismus Spektrum sowie deren Lehrer*innen-Teams und der pädagnostischen Begutachtung und Vernetzungsarbeit mit Erziehungsberechtigten und außerschulischen Stellen. Sie ist spezialisiert im Bereich der Unterstützten Kommunikation für Kinder und Jugendliche im Autismus Spektrum und tätig in der Fortbildung der Pädagogischen Hochschulen Wien und Wien/Krems in den Bereichen Diversität, Inklusion und Autismus. Sie ist Mutter eines Sohnes und einer Tochter und lebt mit ihrem Ehepartner in Wien.

Vorwort5
Danksagung8
Inhaltsverzeichnis9
Über die Autorinnen11
1: Die Unterrichtsorganisation12
1.1 Die unterrichtsorganisatorischen Faktoren14
1.2 Gliederung und Phasierung des Unterrichts18
1.2.1 Der Aufbau und Verlauf von Unterrichtseinheiten21
1.2.1.1 Ritualisierter Beginn und Schlussroutinen23
1.2.1.2 Einstieg in Themen, Erarbeitung und Weiterführung26
1.2.1.3 Übungs- und Anwendungsphasen27
1.2.1.4 Unterrichtssicherung: Darstellung und Sicherung von Ergebnissen und Lernreflexion28
1.2.1.5 Stundenabschluss, Schlussphase28
1.2.2 Die Dauer der Phasen29
1.2.3 Wechsel und Übergänge33
1.3 Lehr-, Lern- und Aneignungsformen36
1.3.1 Lehrer*innnzentrierte Lehr- und Lernformen39
1.3.1.1 Zuhören41
1.3.1.2 Direkte Instruktion44
1.3.1.3 Zuschauen, Beobachten und Betrachten45
1.3.1.4 Zuhören und Zuschauen46
1.3.1.5 Mitlesen48
1.3.2 Schüler*innenorientierte Lehr- und Lernformen49
1.3.2.1 Verbal-kommunikative Unterrichtsform50
1.3.2.2 Verwendung von Unterrichtsmitteln durch Schüler*innen52
1.3.3 Schüler*innenzentrierte Lern- und Aneignungsformen53
1.3.3.1 Der Grad der Selbstständigkeit55
1.3.3.2 Der Aufbau von Freiheitsgraden60
1.3.3.3 Sensorische Bedingungen für den Arbeitsprozess63
1.4 Sozialformen68
1.4.1 Das Bilden sozialer Organisationsformen69
1.4.2 Einzelarbeit70
1.4.3 Schüler*innen-Lehrer*innen-Arbeit (1:1)73
1.4.4 Tandem-Arbeit im Schüler*innen-Expert*innen-Modell75
1.4.5 Partnerarbeit77
1.4.6 Gruppenarbeit79
1.4.7 Klassenunterricht81
1.4.8 Der Sitzkreis als besondere Form der Interaktion81
1.5 Arbeitsformen87
1.5.1 Arbeitsplanung, -organisation und Steuerung des Arbeitsprozesses87
1.5.2 Spezifische Arbeitsformen98
1.5.2.1 Lernen an Stationen98
1.5.2.2 Lerntheke106
1.5.2.3 Freies Arbeiten und forschend-entdeckendes Lernen107
1.5.2.4 Busy-Bag und gezielte Beschäftigung109
1.5.2.5 Szenische Arbeitsformen und Simulationsspiele110
1.5.3 Hochstrukturierte Formen der Arbeitsplanung und -organisation110
1.5.3.1 Das „Fertig-Prinzip“112
1.5.3.2 Check-in-/Check-out-Systeme113
1.5.3.3 123-Kisten auf Farborientierungsniveau115
1.5.3.4 123-Mappe© (. Abb. 1.70)116
1.5.3.5 Die 123-Mappe© – niedriges Organisationsniveau117
1.5.3.6 123-Hausübungsplan©118
1.5.3.7 Arbeitsmappe, Klettmappe, Multi-Klettmappe119
1.5.3.8 Tablett-Aufgaben120
1.5.3.9 Dosenaufgaben121
1.5.3.10 Schachtel- oder Kistenaufgaben122
1.5.3.11 Sortierschablonen123
1.5.3.12 Sortierkisten und -schachteln124
1.5.3.13 Aufgabenpläne125
1.5.3.14 Der Arbeitsturm126
1.5.3.15 Das Aufgabenregal, das Ladenregal127
1.5.3.16 Das Multi-Regal-System128
1.5.3.17 Hochstrukturierte Materialorganisation129
1.6 Arbeitsmethoden und -techniken130
1.6.1 Methodenkompetenzen131
1.6.2 Der Aufbau von Methodenkompetenzen137
1.6.3 Methodische Wechsel142
1.6.4 Methoden sozialer Kooperationsformen143
1.6.5 Grafomotorische und grafische Arbeitsmethoden und -techniken146
1.6.5.1 Grafomotorische Anwendungen und Schreibprozesse147
1.6.5.2 Abschreibprozesse157
1.6.5.3 Zeichnen und Malen159
1.6.6 Lesen162
1.7 Lehr- und Lernmittel163
1.7.1 Die Multimodalität der Unterrichtsmittel163
1.7.2 Die implizite Anforderung von Lehr- und Lernmitteln165
1.7.3 Strukturierung und Systematisierung von Lehr- und Lernmitteln166
1.7.3.1 Die Tafel, das Whiteboard169
1.7.3.2 Schulhefte170
1.7.3.3 Das Arbeitsblatt172
1.7.3.4 Das Schulbuch173
1.7.3.5 Multimedia-Einsatz, Videos174
1.7.3.6 E-Learning und digitale Medien174
Literatur177
2: Der Nachteilsausgleich179
2.1 Der Nachteilsausgleich180
2.2 Gesetzliche Grundlagen185
2.3 Das Eruieren eines Nachteilsausgleichs187
2.3.1 Das merkmalsspezifische Wirkungsfeld des Nachteilsausgleichs188
2.3.2 Kompensationsebenen des Nachteilsausgleichs190
2.3.3 Das Einbeziehen der Schüler*innen in den Nachteilsausgleich191
2.3.4 ICF-basierte Analyse der Aktivität und Teilhabe für einen individuellen Nachteilsausgleich192
2.4 Der Nachteilsausgleich in der Leistungsphase201
2.4.1 Aktivität und Teilhabe in der Mitarbeit203
2.4.1.1 Die Mitarbeitsbereiche und ihre Leistungsanforderungen203
2.4.1.2 Differenzierung und Nachteilsausgleich in der Mitarbeit207
2.4.2 Fachbezogene Anwendungsmöglichkeiten des Nachteilsausgleichs214
2.4.2.1 Nachteilsausgleich: Produktives Schreiben214
2.4.2.2 Nachteilsausgleich: Lesen216
2.4.2.3 Nachteilsausgleich: Rechnen und Mathematik220
2.4.2.4 Nachteilsausgleich: Grafis