Am 6. Januar stürmt ein wild gewordener Mob unter den Anfeuerungsrufen des abgewählten Präsidenten das Kapitol in Washington DC. Ein unerhörter, unvorstellbarer Akt, die Welt kriegt vor Staunen den Mund nicht mehr zu. Stimmen werden laut, Trump noch vor dem offiziellen Ende seiner Amtszeit aus dem Amt zu entfernen. In der N.Y.Times plädiert Paul Krugman für ein Ende der Toleranz, zu lange hätte man die Faschisten im Land gewähren lassen. Und der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte, General Milley, versichert seinem Gegenpart in China, dass die USA nicht beabsichtigten China anzugreifen. Gleichzeitig wächst weltweit das Gefühl, dass mit Joe Bidens Wahl zum Präsidenten, die Demokratie sich doch als stärker erwies, als die radikalen und autoritären Kräfte.
Und der Westen beginnt sich zu hinterfragen. Fragen vor allem zum Kapitalismus, wie er in den USA praktiziert wird. Thomas Friedman meint, es wäre die Gier und die Globalisierung, die uns auf den Weg ins Disaster brächten. In der ZEIT vom 9. Juli machen sich sieben Ökonomen Gedanken, wie eine Wirtschaft ohne Wachstum aussehen könnte. Und der Wirtschaftswissenschaftler Scott Galloway flippt in einer namhaften Talkschau aus: „Was wir heute sehen, ist kein Kapitalismus…. Das was wir sehen, ist Vetternwirtschaft, die schlechteste aller Welten…“. Und, wie um sich seiner selbst zu versichern, erinnern die namhaften Zeitungen an Churchills Rede vor 80 Jahren: „Wir werden uns niemals ergeben“, eine der bedeutendsten Reden in der Geschichte der Demokratie. Hitler hatte zumindest einen übermächtigen Antagonisten abgegeben, es war ein teurer Preis.
Das Klima meldet sich zurück, trotz Corona. Buschfeuer und Überflutungen sind Warnung genug, um endlich Maßnahmen zu ergreifen, die CO 2 Emissionen drastisch zu reduzieren. Im deutschen Ahrtal fegt eine Flut durch das enge Tal, reißt Häuser und Brücken nieder und tötet über siebzig Menschen.
Angela Merkel hält sich aus dem Wahlkampf heraus und geht s