: Alexa Mohl
: Versuche über die Wirklichkeit "ICH bin" und Erfahrungen finden statt
: Books on Demand
: 9783758345029
: 1
: CHF 5.40
:
: Philosophie: Allgemeines, Nachschlagewerke
: German
: 230
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
"Versuche über die Wirklichkeit" hat sich über dreißig Jahre hinweg aus der beruflichen Tätigkeit von Dr. Alexa Mohl als NLP-Trainerin, Beraterin und Autorin heraus entwickelt. Darin wird analysiert, wie unsere Welt aus sensorischen Eindrücken aufgebaut ist, das"Ich" jedoch kein sensorischer Eindruck sein kann, sondern etwas jenseits dessen, was wir erforschen und wissen können. Dennoch sind wir uns unseres"Ich bin" sicher. Wer kontrolliert unsere Handlungen - oder läuft alles Geschehen automatisch ab? Sind andere Menschen nichts als sensorische Gestalten in unserem Lebenstraum? Alexa Mohl trägt nicht nur Argumente vor, sondern gibt ihren Lesern auch Hinweise, wie sie diese praktisch selber überprüfen können. Das Buch stellt einen Beitrag zur Erkenntnistheorie dar, der als Grundlage nicht philosophische Spekulation, sondern praktische Erfahrungen mentaler Analyse hat. Zielgruppe dieser Arbeit sind alle, die wie Alexa Mohl auf der Suche nach der Wirklichkeit sind.

Alexa Mohl, Dr. phil. habil., lebt und arbeitet als Dozentin und psychologische Beraterin in Hannover. Sie studierte Psychologie und Soziologie, lehrte an Schulen, Fachhochschulen und als Privatdozentin an der Universität Frankfurt am Main. Seit 1988 veranstaltet sie Seminare für die Weiterbildung von Führungskräften und Ausbildungen in NLP. Sie ist Autorin vieler erfolgreicher Bücher, unter anderen des Bestsellers"Der Zauberlehrling".

Zweites Kapitel: Das dynamische System der sensorischen Eindrücke


Anna: Diesem Kapitel muss ich etwas vorausschicken.

Paula: Und das wäre?

Anna: Ich will in diesem Kapitel das dynamische System der sensorischen Eindrücke beschreiben, bin dabei aber in unvermeidliche Schwierigkeiten verwickelt.

Paula: Unvermeidliche Schwierigkeiten?

Anna: Ja, und zwar in Bezug auf Sprache. Ich muss Sprache verwenden, um mich verständlich zu machen, aber Sprache impliziert zumeist bereits falsche Annahmen über das System der Eindrücke, das ich beschreiben will.

Paula: Gib ein Beispiel.

Anna: Okay, wenn ich in Descartes‘ Aussage …

Paula: Wer ist das?

Anna: Der Vater der modernen Philosophie, der, der alles in Zweifel zog.

Paula: Um herauszufinden, was über allen Zweifel erhaben ist.

Anna: Genau. Und der dann fand, dass jemand, der zweifelt, also denkt, auch existieren muss, und der dann die berühmte Aussage prägte: „Cogito, ergo sum“.

Paula: Und was ist mit den Schwierigkeiten der Sprache?

Anna: Folgendes: Wenn ich „cogito“ übersetze mit „ich denke“, unterstelle ich bereits, dass es erstens im dynamischen System der sensorischen Eindrücke ein „Ich“ gibt, zweitens, dass dieses „Ich“ denkt und drittens, dass diese